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Florian

Cristian Pavón (22) - Argentiniens Antwort auf Di Maria?

Argentiniens Offensive gehört zweifellos zur „Créme de la Créme“ des internationalen Weltfußballs. Neben dem mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi kann Nationaltrainer Jorge Sampaoli auf weitere Weltstars wie Sergio Agüero, Angel di Maria oder einen Gonzalo Higuain vertrauen. Umso überraschender, dass es ein 22-jähriges, bis dato weniger bekanntes, Talent in den Kader für die WM 2018 geschafft hat. Es handelt sich um Boca Juniors‘ Rechtsaußen Cristian Pavón. Aufgrund einer überragenden Saison für den ehemaligen Club von Diego Armando Maradona war der Coach der „Albiceleste“ förmlich gezwungen den Jungspund einzuladen. „Pavón ist ein Spieler, der uns für die WM begeistert“, gab der frühere Chile-Coach enthusiastisch zu Protokoll. Denn der 1,67 Meter kleine Gaucho sorgte mit 23 Scorerpunkten in 33 Einsätzen für mehr als überzeugende Argumente für das Loblied.

Traumdebüt gegen Russland

Im November letzten Jahres durfte das 65 Kilogramm leichte Fliegengewicht sein Debüt gegen das WM-Gastgeberland feiern. Pavon wurde 15 Minuten vor Schluss beim Spielstand von null zu null aufs Feld entsendet. Nur fünf Minuten später spielte er einen wunderschönen Doppelpass mit Lionel Messi und bereitete das Siegtor von Sergio Agüero mit einer präzisen Hereingabe vor. Im darauffolgenden Test gegen den dreifachen Afrikameister Nigeria verloren die Südamerikaner zwar mit 2:4, jedoch konnte der kleine Tempodribbler gegen die „Super Eagles“ mit einem weiteren Assist auf Agüero gar den Grundstein für sein WM-Ticket legen.

Bei all den schönen Fakten über seinen Werdegang fragst du dich jetzt sicherlich „wo kommt der Kerl her?“. Pavón wurde in der argentinischen Millionenstadt Córdoba geboren, welche nicht nur für ihre Architektur im Stil der spanischen Kolonialzeit bekannt ist, sondern auch als Brutplatz für vielversprechende Fußballtalente gilt. Denn neben unserem Protagonisten entstammt beispielsweise ebenso Juves Paulo Dybala der Metropole aus der gleichnamigen Provinz.

Nur sechs Monate Überzeugungszeit

Ähnlich wie der Juve-Stürmer startete der Youngster in einer Amateur-Liga, wechselte im zarten Alter von 16 Jahren in die erste Mannschaft von Talleres und debütierte ein Jahr später vor seinem 18. Geburtstag in der Nacional B – Argentiniens zweiter Liga. Der Youngster brauchte nur sechs Monate, um die Boca-Bosse davon zu überzeugen, sich mit drei Millionen US-Dollar seine Dienste zu sichern.

Relevant wurde er für den Traditionsclub, welcher in „La Bombonera“, dem stimmungsvollsten Stadion Südamerikas seine Heimspiele austrägt, erst nach einer Leihe zu Ligakonkurrent Colón. Dort übertraf er alle Erwartungen und avancierte mit neun Toren und zehn Assists zum wertvollsten Spieler und war somit einer der Hauptgaranten für den Titelgewinn in Argentiniens höchster Spielklasse 2016/17!

Stärken:

Der quirlige Gaucho ist ein sehr vielseitiger Spieler, welcher nicht nur auf der rechten Außenbahn, sondern auch im offensiven Zentrum agieren kann. Der Rechtsfuß besitzt die Gabe, sich optimal mit seinen Vorderleuten abzustimmen, sodass er fast immer anspielbar wirkt. Pavón versteht es in Perfektion, den freien Raum zu attackieren und dadurch hinter die gegnerische Abwehr zu gelangen. Darüber hinaus ist das Dribbling eine weitere Attraktion, die der Flügelmann zu bieten hat. In der abgelaufenen Primera Division überlistete der Offensivspezialist 66 Mal in 26 Ligapartien seine Opponenten und kam dadurch erst in die aussichtsreiche Lage seine zahlreichen Assists zu sammeln.

Pavón liebt es seine Gegenspieler in hohem Tempo, den Ball eng am Fuß, anzulaufen, um dann durch eine blitzschnelle Körpertäuschung diese zu überwinden. Aufgrund seiner enormen Geschwindigkeit ist er oftmals auch in der Lage, mehrere Spieler auf einmal, ohne sich seines fintenreichen Dribblings überhaupt bedienen zu müssen, stehen zu lassen. Dabei legt er sich das Spielgerät einfach sehr weit vor und überläuft seine Kontrahenten mit Leichtigkeit.

Der perfekte Assistgeber

Seine effektiven Laufwege und seine exzellenten Dribblings sind das Fundament dafür, dass er wettbewerbsübergreifend zwei tödliche Pässe pro Spiel abgeben konnte, welche wie bereits erwähnt in elf direkte Vorlagen mündeten.

Seine messerscharfen Hereingaben sind eine weitere Fähigkeit, die den jungen Argentinier zu einem hervorragenden Vorbereiter macht. Selbst wenn seine Mitspieler in der Box nur einen Quadratzentimeter Platz haben und nur 1,20 Meter groß sind, Pavón wird sie finden und sie wie ein Kellner eines Luxusrestaurants adäquat bedienen.

Was das südamerikanische Talent jedoch zu einer richtigen Offensivwaffe macht, ist, dass er gleichermaßen aus der Distanz gefährlich werden kann. Bestaunen durfte man dies zum Beispiel Anfang April dieses Jahres in der Copa Libertadores gegen Junior, als er den Ball gefühlvoll vom linken Sechzehnerrand flach ins lange Eck schlenzte. Darüber hinaus ist der Mann mit der Rückennummer sieben trotz seiner geringen Größe außerordentlich standfest und mit fairen Mitteln sehr selten vom Ball zu trennen.

Schwächen:

Die Erfahrung zeigt, dass junge Spieler häufig Defizite in Sachen Kaltschnäuzigkeit aufweisen. Ebenso der Neunationalspieler, welcher gerne mal die ein oder andere Großchance liegen lässt und daher im mentalen Bereich über Verbesserungspotenzial verfügt. Seine eher mittelmäßige Passquote von 74% mündet aus seinen teilweise schlampigen Ballabgaben, die er sich primär im Aufbauspiel leistet. Zudem rennt er bei gegnerischen Ballbesitz seine Gegenspieler meist in sehr hohem Tempo an, was es sehr einfach macht ihn auszuspielen und er es dann trotz seiner Schnelligkeit nur schwer wieder hinter den Ball schafft.

Prognose:

Cristian Pavón gehört zusammen mit Lautaro Martinez zweifellos zu den größten Talenten Argentiniens. Während Letzterer seine Zelte zukünftig wohl bei Inter Mailand aufschlagen wird, steht hinter der Zukunft des Boca-Juwels noch ein großes Fragezeichen. Arsenal, Juventus und nun auch Paris Saint Germain gehören zu den größten Interessenten um den Boca-Rookie, welcher seinen Herzensverein jedoch nicht für eine vergleichsweise geringe Ablöse verlassen möchte, wie der Berater des Ausnahmetalents vor kurzem bestätigte:

„Wir sind stolz, dass Boca die Klausel anheben will.“ Allerdings müssen dafür auch die Vertragsbedingungen wesentlich verbessert werden. Er fügte hinzu, dass der Spieler den Vertrag durch Anwendung der Klausel niemals einseitig kündigen würde: „Wir werden Boca nicht durch die Hintertür verlassen.“

Damit wird die bisherige Ausstiegsklausel laut argentinischen Medien von 28,8 Millionen auf knapp 43,3 Millionen Euro ansteigen. In der heutigen Zeit der explodierenden Ablösesummen kann man getrost sagen, dass das enorme Potenzial des vielseitigen Offensivtalents diese Forderung rechtfertigt, da er alles mitbringt, die Zukunft der „Albiceleste“ nachhaltig zu prägen. Bei gleichbleibender Entwicklung könnte er nicht nur einer der Protagonisten Argentiniens bei der WM 2022 in Katar werden, sondern auch zur Créme de la Créme der europäischen Topfußballer avancieren.

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Florian

Die größten Talente der WM 2018 - Gruppe H

Polen:

Dawid Kownacki

Polen

In seiner Heimat wurde der 21-jährige Mittelstürmer bereits als neuer Lewandowski deklariert, denn genauso wie Bayerns Sturmführer trug das heutige Sampdoria-Talent das Trikot von Lech Posen. In puncto Ballsicherheit und Torriecher wandelt er in der Tat auf den großen Fußspuren von Bayerns Nummer neun. Im Kopfballspiel besitzt er jedoch das Potenzial, Polens Kapitän langfristig gar zu überflügeln. Genuas Rookie ist zudem ein wahres Schlitzohr, welches Tore aus spitzestem Winkel oder durch die Hosenträger des Keepers erzielt und dabei mit absoluter Effektivität glänzt. Dem jungen polnischen Nationalspieler gelangen in seiner Debütsaison bei den Liguriern fünf Treffer und zwei Vorlagen, und das obwohl er nur sechs Mal in der Anfangsformation stand. Ohne Zweifel sind die „Bialo-Czerwoni“ in der Offensive mit Lewandowski, Milik und eben jenem Kownacki schwer bewaffnet und dürften somit in jeder Defensive Angst und Schrecken verbreiten.

Senegal:

Ismaila Sarr

Senegal

Der junge Linksaußen ist der Gegenentwurf zum körperlich betonten Spiel der „Löwen“, denn der Akteur von Stade Rennes ist eher als Fliegengewicht zu betrachten, welches aber vor allem im Dribbling kaum zu stoppen ist. Sarr ist dermaßen antrittsstark, dass seine Gegenspieler oftmals ziemlich verdutzt dreinschauen, wenn im letzten Moment überraschend das Spielgerät an ihnen vorbeigespitzelt wird. Zudem steckt der flinke Rechtsfuß in Zweikämpfen nie auf und erzielte so schon das ein oder andere Tor, als der Gegner nicht mehr damit rechnete, dass der Senegalese noch nachsetzen würde. Das Offensivtalent konnte ihn seiner zweiten Ligue 1-Saison bereits zehn Scorerpunkte (5 Tore, 5 Vorlagen) in 24 Ligapartien sammeln und seinen Marktwert auf 14 Millionen Euro katapultieren. Angesichts der starken Konkurrenz in Persona von Liverpools Sadio Mané und Monacos Keita Baldé wird es der Dribbelkünstler jedoch schwer haben zur Stammformation zu gehören und dürfte daher von Nationaltrainer Aliou Cissé vorwiegend als Joker zum Zuge kommen.

Kolumbien:

Jefferson Lerma

Der 23-jährige Hitzkopf vom spanischen Erstligisten UD Levante sammelte in der abgelaufenen La Liga insgesamt 16 gelbe Karten! Gleichermaßen bewundernswert, dass der defensive Mittelfeldspieler 16 Mal die Sensibilität besaß, nicht vom Platz zu fliegen. Vom Spielertyp her ist er als klassischer Arbeiter im Mittelfeld zu betrachten, der hauptsächlich Zweikämpfe bestreitet und sich auf nüchterne, unspektakuläre Pässe fokussiert. Für seine Körpergröße von 1,79 Meter ist der Defensivspezialist ungewöhnlich kopfballstark, denn er gewinnt pro Partie 3,4 Luftduelle, womit er sogar Bayerns Mats Hummels (2,8) überflügelt. Seine Zweikampfwerte sind auf dem Niveau eines Innenverteidigers, weshalb sich die etablierten Sechser Carlos Sanchez und Abel Aguilar warm anziehen müssen. Jefferson Lerma besitzt ein herausragendes Potenzial, es bereits bei dieser Endrunde in die erste Elf von Trainer José Pekerman zu schaffen und für die defensive Balance von „Los Cafeteros“ zu sorgen.

Japan:

Kosuke Nakamura

Japan

Der 23-jährige Torhüter ist das Sinnbild eines Samurais. Es gibt kaum Keeper, die sich so leidenschaftlich in hart abgefeuerte Schüsse werfen, wie der Mann von Kashiwa Reysol. Der 1,84 Meter-Keeper glänzte in der abgelaufenen J-League-Saison nachhaltig durch spektakuläre Glanzparaden. Selbst bei überraschend abgefälschten Schüssen schaffte er es per Hechtsprung noch die Pille von der Linie zu kratzen. Finten des Stürmers im 1-gegen-1 durchschaut er gleichermaßen oft, sodass ihm die Angreifer wie Mosqiutos ins Netz fliegen. Darüber hinaus setzt Nakamura auf Sicherheit und faustet meist das Runde gekonnt aus dem Sechzehner und versucht sie gar nicht erst zu fangen. Angesichts seines jungen Alters gehört ihm bei einem Rücktritt von der alternden Nummer eins Japans Eiji Kawashima (35, FC Metz) die Zukunft bei Nippon. In Russland wird er „Blue Samurai“ jedoch erstmal nur als Zuschauer bewundern dürfen.

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Florian

Die größten Talente der WM 2018 - Gruppe G

Belgien:

Adnan Januzaj

Viele werden sich die Augen gerieben haben, als sie den 23-jährigen Belgier im endgültigen WM-Kader vorgefunden haben. Jedoch ist die Nominierung des Rechtsaußen angesichts seiner außerordentlichen Leistungen im Dress von Real Sociedad mehr als gerechtfertigt. Der technisch starke Linksfuß belebte mit zahlreichen furiosen Dribblings nachhaltig das Angriffsspiel des Tabellenelften und spielte sich so in den Fokus von Nationalcoach Martinez. Besonders in der Europa League gewann der ehemalige Manu-Akteur pro Spiel exzellente 5,2 Dribblings! Nach mehreren gescheiterten Leihstationen kann man getrost zugeben, dass der junge Belgier mit kosovarischen Wurzeln sein Glück im Baskenland gefunden hat.

Panama:

Michael Murillo

Panama

Dass die Lateinamerikaner es zum ersten Mal in ihrer Geschichte zu einer Weltmeisterschaft geschafft haben, ist schon aller Ehren wert, aber dass sie es mit einer Oldie-Truppe meisterten, umso kurioser. Ein Talent konnte sich tatsächlich zwischen den lateinamerikanischen Veteranen etablieren – Michael Murillo von den Red Bulls New York. Der Rechtsverteidiger spielt im Ballbesitzfußball von Trainer Hernan Dario Gomez eine tragende Rolle, da er sich immer wieder in der Offensive einschaltet und überaus gefährliche Flanken zu seinem Repertoire zählt. Pro Ligaspiel schaffte es der 22-Jährige, mindestens eine Hereingabe zu schlagen, die zu einer Großchance für die roten Bullen führte. In der Luft ist der 1,83 Meter nur schwer zu schlagen, was ihn auf Major-League-Soccer-Niveau zu einem kompletten Außenverteidiger macht. Mit einem Marktwert von gerade mal 500.000 Euro ist der Defensivspezialist der zweitteuerste Akteur des ganzen Nationalkaders.

Tunesien:

Ellyes Skhiri

Nach langen zwölf Jahren sind die „Adler aus Karthago“ wieder bei einer WM-Endrunde vertreten. Das Team von Trainer Naabil Maaloul überzeugte in der Qualifikation primär durch mannschaftliche Geschlossenheit und eine geordnete Defensive. Vor der Abwehr erledigte Sechser Ellyes Skhiri seine Aufgabe mit Bravour und entlastete vor allem durch seine Spielintelligenz seine Hintermänner. Kaum einer antzipiert das Spiel des Gegners so gut wie der Mann von HSC Montpellier. Allein in der Ligue 1 fing der 1,85 Meter-Hüne 77 Pässe in 35 Ligaspielen ab! Auch aufgrund seiner Passsicherheit und seinen gefährlichen Distanzschüssen rückte der 23-Jährige verstärkt in den Fokus des AC Florenz, dessen Scouts bekannt sind für ihr gutes Einschätzungsvermögen. Sollte der Rechtsfuß eine starke WM spielen, dann wird es schwierig für die Viola, ihn für einen erschwinglichen Preis in die Toscana zu locken.

England:

Ruben Loftus-Cheek

„Er ist 1,91 Meter groß, technisch herausragend, er kann Spielern defensiv Paroli bieten, er kann sie ausdribbeln, er kann den Ball halten und verfügt über ein tolles Passspiel.“ Diese Lobeshymnen sang Englands Nationalcoach Gareth Southgate über den gerade mal 22-jährigen Mittelfeldmann vom FC Chelsea. Nach einer herausragenden Saison für seinen Leihclub Crystal Palace nominierte ihn der Fußballlehrer der „Three Lions“ überraschend für die WM-Endrunde. Abgesehen von seinen zwei Toren und vier Vorlagen für die „Eagles“ überzeugte er vor allem durch seine außergewöhnlichen Allrounderqualitäten. Die Blues dürfen sich jetzt schon über einen herausragenden Neuzugang für die kommende Saison freuen, welcher zur nächsten Club-Legende avancieren könnte.

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Florian

Die größten Talente der WM 2018 - Gruppe F

Deutschland:

Niklas Süle

Viele Experten waren zu Beginn der letzten Saison der Meinung, dass Niklas Süle etwas brauchen wird, um sich beim großen FC Bayern zurechtzufinden, doch bereits in seiner ersten Saison beim deutschen Rekordmeister überzeugte er alle Verantwortlichen. Durch seine unaufgeregte Spielweise, beeindruckende Passquote und kompromisslose Zweikampfführung machte er die Ausfälle von Boateng oder Hummels vergessen und verdiente sich so sein Ticket für die WM. Dort könnte er ebenfalls zu Einsätzen kommen und dem Team von Joachim Löw weiterhelfen.

Mexiko:

Hirving Lozano

Der Rechtsaußen vom PSV Eindhoven hatte mit 17 Toren und acht Assists entscheidenden Anteil am Gewinn der holländischen Meisterschaft. Der 22-Jährige besitzt einen satten und präzisen Abschluss, schlägt unfassbar gefährliche Flanken und weiß gleichermaßen in 1-gegen-1-Duellen zu überzeugen. Der 1,75 Meter kleine Rechtsfuß spielt pro Spiel drei Schlüsselpässe, die anschließend zu Großchancen führen! Ein exzellenter Wert, welcher verdeutlicht, dass er nicht nur das größte Talent bei „El Tri“ besitzt, sondern auch zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Trainer Juan Carlos Osorio gehört. Dass das Ausnahmetalent von sämtlichen Topklubs gejagt wird, sollte niemanden mehr überraschen. Zahlreiche Klubs aus der Premier League und der Bundesliga haben ihre Fühler nach dem begnadeten Juwel ausgestreckt, unter anderem auch Borussia Dortmund und der FC Schalke 04.

Schweden:

Victor Lindelöf

Die Skandinavier setzten sich sensationell in den Play-Offs gegen den vierfachen Weltmeister Italien durch. Die Italiener verzweifelten an der kompakten Defensive der Nordeuropäer, die durch Manchester-Talent Victor Lindelöf zusammengehalten wurde. Zwar spielt der 1,86 Meter-Hüne im Verein meist nur die zweite Geige, umso wichtiger ist er jedoch für Schwedens National-Coach Janne Andersson. Dieser setzt auf eine kompakte Einheit, in der die Zweikampf- und Kopfballstärke Lindelöfs voll zum Tragen kommt. Achtungserfolge gegen Italien und Frankreich haben dem Team Selbstvertrauen geschenkt, daher darf die deutsche Elf gegen Schweden eine wahre Abwehr-Bastion mit dem spielstarken Defensivspezialisten erwarten. Einen sehr ausführlichen Scoutbericht über den schwedischen Nationalspieler findet ihr ebenfalls auf unserer Webseite.

Südkorea:

Hee-Chan Hwang

Die Saison ging für den 22-jährigen Mittelstürmer mit acht Toren in 14 Spielen im Trikot von RB Salzburg überragend los. Auch auf internationalem Niveau in der Europe League überzeugte der 1,77 Meter kleine Asiate mit vier Scorerpunkten in neun Partien und war einer der Protagonisten, die dafür sorgten, dass der österreichische Meister bis ins Halbfinale vordrang. Bei den „Tigers of Asia“, wie die Südkoreaner gerne genannt werden, wird Hwang wohl im 4-4-2 System mit Tottenhams Heung-Min Son das kongeniale Sturmduo bilden, welches die deutsche Defensive genau im Auge behalten sollte. Denn der RB-Stürmer gilt als antrittsstark, kreativ und spielintelligent. Denn er erkennt rasch freie Räume und stößt blitzschnell in diese, um mit seinem schussgewaltigen Rechten schnörkellos zum Abschluss zu kommen. Das sollte die DFB-Elf tunlichst vermeiden, sonst könnte es gegen den Underdog eine böse Überraschung geben.

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Florian

Die größten Talente der WM 2018 - Gruppe E

Brasilien:

Gabriel Jesus

Nach der traumatischen 1:7 Klatsche bei der Heim-WM gegen die DFB-Elf, will sich die „Selecao“ nun in Russland rehabilitieren. Die lange vakante Position des Mittelstürmers soll Manchester-City-Rookie Gabriel Jesus aufwerten. Das 21-jährige Sturmtalent schoss unter Trainer Tite die meisten Tore für die Südamerikaner und deutete auch im 1:0 Testspiel-Sieg gegen Deutschland an, wie wichtig er für die Brasilianer ist. Aufgrund seiner Vielseitigkeit und Spielstärke ist der Dribbelkünstler nicht nur als reiner Stoßstürmer zu betrachten, sondern lässt sich im 4-1-4-1 System gerne auch mal fallen und wird so zur verkappten hängenden Spitze, die Räume für die Flügelstürmer Neymar und Coutinho schafft.

Schweiz:
Manuel Akanji

Die Schweizer Nationalmannschaft spielte eine hervorragende Qualifikation, in der sie vor allem durch eine gut organisierte Defensive glänzte. Nationaltrainer Vladimir Petkovic, welcher sich jüngst dazu bekannte, mehr Talente in der „Nati“ etablieren zu wollen, setzt in der Innenverteidigung unter anderem auf BVB-Talent Manuel Akanji. Dieser überzeugte nach seinem Wechsel ins Ruhrgebiet auf Anhieb und dürfte aufgrund dessen den älteren Ex-HSV-Profi Johan Djourou überflügelt haben. Der junge Dortmunder überzeugte in der Bundesliga vor allem durch seine enorme körperliche Wucht, Zweikampfstärke und exzellent getimte Tacklings.

Costa Rica:

Ian Smith

Costa Rica

Der 20-jährige Rechtsverteidiger vom schwedischen Erstligisten IFK Norrköping kämpft mit Cristian Gamboa von Celtic Glasgow um den Platz in der Startelf, wobei Letzterer aufgrund seiner gesammelten Erfahrung die besseren Karten bei Trainer Oscar Ramirez zu haben scheint. Doch Gamboa muss sich in Acht nehmen, denn Smith besitzt ein enormes Potenzial. Er ist extrem schnell, technisch versiert und liebt das körperbetonte Spiel. Zudem ist der Flügelverteidiger aufgrund seiner Spielstärke auch offensiv einsetzbar und bietet somit Trainer „Machillo“ mehr Möglichkeiten taktisch variabel zu bleiben.

Serbien:

Luka Jovic

Serbien

Der 21-jährige Serbe kam als No-Name anfang letzter Saison von Benfica Lissabon zu Eintracht Frankfurt. Nachdem er in der Hinrunde bei den Hessen kaum zum Zug kam, liebäugelte er schon mit dem Abschied aus der Mainmetropole. Doch es kam anders, SGE-Trainer Niko Kovac überzeugte ihn vom Verbleib und setzte in der Rückrunde verstärkt auf den 1,81 Meter-Mann. Dieser bedankte sich mit acht Ligatreffern und einem Assist in 22 Bundesligaeinsätzen, und das obwohl er gerade in der Hinrunde oftmals nur wenige Minuten auf dem Feld stand. Besonders überragend ist die Art und Weise, wie der Jung-Adler seine Tore erzielt. Denn der Rechtsfuß traf zweimal mit seinem starken Fuß, viermal mit Links und zweimal per Kopf und bewies damit, dass er Anlagen zu einem kompletten Stürmer besitzt. Da der serbische Nationalcoach und ehemalige Werder-Profi Mladen Krstajic bevorzugt auf Konter setzt, könnte Jovic den eher robusten Mitrovic aufgrund seiner Schnelligkeit auf die Bank verweisen.

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Florian

Die größten Talente der WM 2018 - Gruppe D

Argentinien:

Cristian Pavon

Argentinien

Neben Lautaro Martinez (20) sorgte der 1,67 Meter kleine Flitzer von den Boca Juniors in der Primera Division gleichermaßen für reichlich Aufsehen. Der quirlige Rechtsaußen steuerte unter anderem durch rasante Tempodribblings und eine exzellente Antrittsstärke elf Vorlagen und sechs Treffer in nur 25 Einsätzen für den ehemaligen Club von Gaucho-Legende Diego Maradonna bei. Der 22-jährige Offensivmann wird schon jetzt von Europas Elite gejagt - Arsenal, Juventus und ebenso die Manchester-Clubs sollen bereits ihre Scouts gen „La Bombonera“ entsendet haben.

Island:

Albert Gudmundsson

Island

Auch wenn es für den 20-jährigen Babywikinger beim holländischen Meister PSV Eindhoven angesichts der starken Konkurrenz innerhalb des Kaders noch nicht läuft, desto beeindruckender startete der Rechtsaußen in der Nationalmannschaft. In vier Einsätzen traf der Edeltechniker drei Mal und deutete somit sein enormes Potenzial an. Der junge Blondschopf könnte für die kampfstarke Truppe von Trainer Heimir Hallgrímsson besonders durch seine Kreativität und Beweglichkeit interessant werden und damit vor allem das statische Offensivspiel aufwerten.

Kroatien:

Duje Caleta-Car

Dass der österreichische Meister RB Salzburg in der Europa League sensationell das Halbfinale erreichte, lag auch an der starken Innenverteidigung. Ein Protagonist der Defensivreihe ist der 21-jährige Kroate Caleta-Car. Gerade beim 4:1 Erfolg der roten Bullen über Lazio Rom demonstrierte der 1,92 Meter Hüne, was ihn so außergewöhnlich stark macht. In der Luft eine Naturgewalt, am Boden mit einem außerordentlichen Aufbauspiel. Der junge Defensivspezialist scheute sich ebenso nicht vor langen Bällen, die er außergewöhnlich oft ins Ziel brachte und damit Initiator zahlreicher Angriffe war. Das Ausnahmetalent wird von zahlreichen Bundesliga- und Serie A-Klubs gejagt, wobei RB Leipzig ohne Zweifel die besten Karten auf eine Verpflichtung haben sollte.

Nigeria:

Alex Iwobi

Der Neffe von Eintracht-Legende Jay-Jay Okocha kam in der abgelaufenen Premier-League-Saison regelmäßig in der Startelf der „Gunners“ zum Einsatz. "Bei ihm handelt es sich um einen kreativen Spieler mit einem hohen Arbeitspensum und viel Teamgeist. Er kann auf dem Flügel oder in der Mitte spielen. Ein sehr interessanter Spieler“, gab Arsenals langjähriger Coach Arsene Wenger zu Protokoll. Darüber hinaus setzt der junge Nigerianer gleichermaßen durch seine Tempodribblings Akzente, welche er mit einer ganz engen Ballführung vollzieht und dem schon einige Gegenspieler zum Opfer fielen.

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