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Max

WM Vorschau: Wird Marokko Afrikas erster Halbfinalist?

Am Samstag um 16 Uhr ist es soweit, der Außenseiter aus Marokko fordert Portugal im Kampf um den Einzug ins Halbfinale heraus. Zum ersten Mal könnte eine Mannschaft aus Afrika ins Halbfinale der WM einziehen, zum ersten Mal in der Geschichte steht eine arabische Nation im Viertelfinale. Eine Partie mit großer historischer Bedeutung steht bevor! (Bild: IMAGO / Agencia EFE)

32 Jahre ist es her, dass der damals schon 38 Jahre alte Roger Mila die Nationalmannschaft Kameruns gegen Kolumbien ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft schoss. Der tanzende Stürmer wurde zum Helden der WM und Kamerun zur ersten afrikanischen Nation im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft - eine Leistung die seitdem noch zwei Mannschaften gelang, jedoch nicht übertroffen wurde. Erst in der Verlängerung konnte England, das Mutterland des Fußballs, den Halbfinaleinzug der unzähmbaren Löwen verhindern. Nun hat wieder ein afrikanisches Team die Chance, die Runde der letzten Vier zu erreichen.

In einer Gruppe mit Vize-Weltmeister Kroatien, dem Zweiten der Weltrangliste Belgien und den nicht zu unterschätzenden Kanadiern war ein Weiterkommen Marokkos nicht vorprogrammiert. Dass sich die Löwen vom Atlas als Gruppensieger durchsetzen konnten glich einer Sensation, war jedoch keinesfalls unverdient. Aus einer soliden Defensive mit dem überragenden Sechser Sofyan Amrabat, mit angriffslustigen Außenverteidigern aus den besten Clubs der Welt, den Edeltechnikern Ziyech und Boufal sowie dem wuchtigen Stürmer En-Nesyri wusste Marokko auf ganzer Linie zu überzeugen. Und so war zumindest unser Experte überzeugt, dass sich die Marokkaner auch gegen Spanien durchsetzen können. Wie das ausging, haben wir alle gesehen. Drei verschossene Elfmeter der Spanier und ein neuer Held wurde geboren: Torhüter Bono.

Der Gegner

Die Portugiesen zeigten nach einer durchwachsenen Gruppenphase im Achtelfinale gegen die Schweiz, wieso immer mit ihnen zu rechnen ist. Mit überfallartigen Angriffen und viel technischer Finesse filetierten sie die Eidgenossen, das 6:1 war am Ende auch in dieser Höhe leistungsgerecht. Und deswegen widerstehe ich der Versuchung, das größte Thema im portugiesischen Fußball anzusprechen. Mit der neu formierten Offensive sind die Portugiesen nun so unberechenbar wie schon lange nicht mehr. Vor allem Joao Felix, in Madrid vom Defensivfußball Marke Simeone eingebremst, begeistert die Zuschauer und der neue Mittelstürmer Ramos könnte zur Entdeckung der WM werden.

Vorschau

Vieles wird daran hängen, ob die starke Innenverteidigung Marokkos, Romain Saiss und Nayef Aguerd, rechtzeitig fit wird. Ob die Backups die Qualität haben, Weltklasse-Spielern wie Bernardo Silva oder Bruno Fernandes die Stirn zu bieten, darf bezweifelt werden. Dafür sehe ich auf der Außenbahn ein Missmatch zugunsten der Marokkaner: der defensiv oft nachlässige Dortmunder Guerreiro trifft auf die Kombination aus Ex-Kollege Hakimi und Ziyech. Hier sehe ich die größten Chancen auf einen Erfolg Marokkos.

Aber ein solches Spiel wird nicht nur mit den Füßen gewonnen, sondern auch in den Köpfen. Wie schwer wiegt die Hoffnung eines gesamten Kontinents und der arabischen Welt auf den Schultern der Marokkaner? Können sie den Druck in Motivation umwandeln oder zerbrechen sie daran? Mehr als jede taktische Analyse wird die Antwort auf diese Frage entscheiden, wer den Platz als Sieger verlässt und sich zu den vier besten Nationalmannschaften der Welt zählen kann.

Prognose

Vieles spricht für Portugal: Die besseren Fußballer, das marokkanische Verletzungspech und nicht zuletzt die Erfahrung auf den größten Bühnen. Und trotzdem kann ich den Fußballromantiker in mir nicht aufhalten. Marokko nimmt den Kampf an und besiegt den nächsten iberischen Favoriten auf dem Weg in die Geschichtsbücher.

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Max

Tim Breithaupt – wie gut ist er wirklich?

Dortmund, Gladbach, Wolfsburg, Frankfurt, Leverkusen - diese fünf Vereine kämpfen nicht nur Jahr für Jahr um die internationalen Plätze, sondern auch um die Unterschrift von Tim Breithaupt. Rund 4 Millionen Euro soll der 20 Jahre alte Sechser vom Karlsruher SC den Bundesligisten wert sein. Lasst euch von einem KSC-Fan erklären, was unser Tafelsilber so kann - und was nicht. (Bild: IMAGO / foto2press)

Über die Stationen Nesselried, Offenburg und Freiburg kam Breithaupt im Alter von 15 Jahren in das Karlsruher NLZ. Dort etablierte er sich in sämtlichen Altersklassen auf Anhieb als Stammspieler, bis er schließlich im Alter von 18 Jahren sein Profidebüt feiern konnte. Von da an ging es für ihn steil bergauf. Gegen Ende der Corona-Saison 20/21 noch aufgrund von Verletzungen in die Startelf gespült, setzte er sich zu Beginn der neuen Saison im internen Ranking vor den erfahrenen Lukas Fröde, der nach Rostock flüchtete. Seitdem ist der U20 Nationalspieler nicht mehr aus dem Mittelfeld der Karlsruher wegzudenken, stand in der aktuellen Saison in jedem Spiel in der Startelf.

Was macht Breithaupt so wichtig?

Schon bei seinen ersten Einsätzen im Profibereich hat mich Breithaupt mit seiner unglaublichen Ruhe am Ball beeindruckt. Früh erkannten ihn selbst seine erfahrensten Mitspieler unter Gegnerdruck als sichere Anspielstation, suchten ihn im Spielaufbau. Jedoch zeigte er sich zu Beginn seiner Laufbahn fast ausschließlich im geduldigen Spielaufbau, spielte selten Bälle in die Tiefe oder ging ins Dribbling. Die einen lobten ihn als auffällig unauffällig, meine geliebten Bruddler im Wildpark sprachen bereits von Querpass-Tim.

Aber wie Breithaupts fußballerisches Idol, Querpass-Toni Kroos, zeigt, kann man auch mit diesem Spielstil zu Erfolg kommen. Und wie beim erfolgreichsten deutschen Fußballer der Geschichte hat auch das Spiel von Tim Breithaupt andere Facetten. Im Laufe der letzten beiden Jahre fand er immer häufiger den Weg in die gegnerische Hälfte, um mit klugen Spielverlagerungen und schnellen Direktpässen für Gefahr zu sorgen. Dabei fällt immer wieder seine enorme Handlungsschnelligkeit und Übersicht auf. Nur folgerichtig, dass er sich am 5. Spieltag dieser Saison mit seinem ersten Treffer im Profibereich belohnte - einem wunderschönen Volley aus 16 Metern.

Bei all der spielerischen Klasse darf man jedoch eine der Kernaufgaben eines Sechsers nicht vergessen: das Verteidigen. Hier zeigt der 20-Jährige die größten Schwächen in seinem Spiel, hat noch zu oft das falsche Timing in Zweikämpfen. Vor allem die für einen Defensivmann wichtige Giftigkeit lässt er noch zu oft vermissen. Doch auch hier zeigte er in den vergangenen Monaten große Steigerungen, angetrieben von seinem erfahrenen und kampfstarken Nebenmann Jerome Gondorf. Trotz einer Körpergröße von über 1,90 Metern fehlt ihm außerdem oft noch die Körperlichkeit, um sich gegen die physisch starken Angreifer der 2. Bundesliga zu behaupten. Er wird wohl noch eine Weile Stammgast im Kraftraum bleiben müssen, um dieses Defizit auszumerzen.

"Meine Spielweise ist gereift. In den Zweikämpfen habe ich ein besseres Gefühl bekommen. Und ich versuche mich immer mehr im Spiel nach vorne einzubringen und auch da Akzente zu setzen." - Tim Breithaupt

Trotz bisher starker Leistungen ist daher offensichtlich, dass in Breithaupt noch eine Menge Potenzial schlummert. Auch von Fehlern, wie dem wirklich schlimmen Eigentor gegen Kiel, ließ er sich nicht nachhaltig beeindrucken. Nicht nur auf dem Platz, in der gesamten Liga hat er diese Saison die neuntmeisten Kilometer abgespult, sondern auch neben dem Platz gilt der Sechser als harter Arbeiter. Das kann die Fans seines nächsten Vereins hoffen lassen, dass die Entwicklung des Talents aus der GRENKE aKAdemie weiter so steil bergauf geht.

In der Bundesliga sehe ich aktuell zwei Vereine auf der Pole Position im Kampf um eine Unterschrift, da beide eine potenziell vakante Stelle bieten können. Bei der Gladbacher Borussia wird Julian Weigl in Sommer wohl wieder nach Lissabon zurückkehren, der aktuelle Bundesligaspieler, der Breithaupt wohl am meisten ähnelt. Hier wäre er der geborene Ersatz, vergleichsweise günstig und mit großem Potenzial.

"Ich kann aber auch in der Dreierkette als Innenverteidiger spielen." - Tim Breithaupt

In Frankfurt ist man derweil seit Jahren auf der Suche nach einem Nachfolger von Makoto Hasebe als zentraler Mann einer Dreierkette. KSC-Trainer Christian Eichner hat Breithaupt hier in Testspielen schon häufiger getestet, mit seiner Ruhe am Ball erinnert er zuweilen an den fast doppelt so alten Japaner. Daneben bietet er auch im zentralen Mittelfeld eine Option, wo Sebastian Rode notorisch verletzungsanfällig ist und Daichi Kamada offen mit einem Abgang flirtet.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich Breithaupt zutraue, den Schritt in die Bundesliga zu meistern. Dabei ist zu hoffen, dass er sich einen Verein aussucht, bei dem er das nötige Vertrauen bekommt, um sich weiter zu entwickeln. Egoistisch hoffe ich außerdem um ein Bietergefecht, damit wir Karlsruher unsere Tränen mit einigen Millionen trocknen können

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Max

WM-Vorschau Gruppe G - Showdown ums Achtelfinale

Am Freitag beendet die Gruppe G die Vorrunde der Weltmeisterschaft und wie wir es von solchen Turnieren lieben, ist noch (fast) alles offen. Wir blicken auf die verschiedenen Szenarien und natürlich lass ich es mir nicht nehmen, eine Prognose zu wagen. (Bild: IMAGO / Agencia MexSport)

Die Ausgangslage

Angeführt wird die Gruppe wenig überraschend von Brasilien, das mit 6 Punkten und ohne Gegentor den Achtelfinaleinzug sicher hat. Auf Platz 2 steht die Schweizer Auswahl, die nach ihrem Sieg am ersten Spieltag gegen Kamerun bei 3 Punkten steht. Dahinter folgen besagte Kameruner sowie die Serben mit jeweils einem Punkt aus ihrem spektakulären 3:3 am vergangenen Montag.

Die Paarungen

Einen klaren Favoriten bietet eigentlich das Aufeinandertreffen der Brasilianer mit Kamerun. Doch aufgepasst: der amtierende Weltmeister Frankreich hat mit seiner Niederlage gegen Tunesien gezeigt, was eine umfangreiche Rotation nach dem gesicherten Weiterkommen bewirken kann. Während es für Kamerun um alles geht, kann sich die Selecao getrost schonen. Wenn die "unzähmbaren Löwen" kämpfen, wie ihr Name verspricht, können sie auch gegen den großen Favoriten etwas mitnehmen.

Deutlich ausgeglichener kommt auf dem Papier das Spiel der Schweiz gegen Serbien daher. Der Sieger der Partie hat große Chancen auf den Achtelfinal-Einzug, ein Verlierer wird mit großer Enttäuschung die Heimreise antreten. Doch auch über die sportlichen Implikationen hinaus bietet das Aufeinandertreffen eine Menge Zündstoff. So sorgte vor 4 Jahren der Adler-Jubel der albanisch stämmigen Schweizer Shaqiri und Xhaka für Kontroversen.

Die Szenarien

Das einfachste Szenario zuerst: gewinnen die Schweizer, stehen sie zusammen mit Brasilien im Achtelfinale.

Kann Kamerun gegen Brasilien nicht gewinnen, kommt der Sieger der anderen Partie weiter - bei einem Unentschieden jubeln die Schweizer.

Bei einem Remis zwischen der Schweiz und Serbien reicht Kamerun ein Sieg zum Weiterkommen.

Gewinnen Kamerun und Serbien, kommt es auf die Tordifferenz an. Aktuell steht Kamerun bei 3:4, Serbien bei 3:5.

Meine Prognose

In einer umkämpften Partie sehe ich gut aufgelegte Schweizer als Favorit auf den Sieg und somit das Weiterkommen. Aber da der Auswahl Kameruns gegen stark veränderte Brasilianer die Überraschung gelingt, bleibt es bis zur letzten Minute spannend.

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Max

Brasilien gegen Serbien: Kunst mit Brot

Am Donnerstag startete endlich mein persönlicher Turnierfavorit Brasilien in die WM - und zeigte sich beim 2:0 Sieg gegen starke Serben so gut wie lange nicht mehr. Bleibt das Joga Bonito der Selecao wie bei den vergangenen Turnieren brotlose Kunst oder führt der Weg zum Titel? (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)

Die Offensivkünstler um Neymar und Vinicius Junior hatten in den Anfangsminuten gegen sehr physisch auftretende Serben durchaus zu kämpfen. Zwar zeigten sie immer mal wieder schöne Dribblings und Passstafetten, wurden jedoch durch energische Zweikämpfe regelmäßig am Abschluss gehindert.

Im Laufe der ersten Halbzeit zeigte sich die Selcao dann zunehmend dominant, scheiterte jedoch spätestens am serbischen Torwartriesen Milinkovic-Savic. Bezeichnend war ein Eckball in der 13. Minute: Neymar zirkelt den Ball technisch herausragend direkt auf das Tor, wo ihn der Keeper jedoch in höchster Not über das Gehäuse faustet. Kurz: brotlose Kunst.

In der Pause muss Trainer Tite, der Professor, wohl die richtigen Worte gefunden haben denn die Brasilianer drückten nun mächtig auf's Gaspedal. Beinahe minütlich erspielten sie sich Großchancen, die Gegenstöße erstickte vor allem der überragende Sechser Casemiro im Keim. Und so war es wenig verwunderlich, als Mittelstürmer Richarlison nach einem Abpraller zur Stelle war und das 1:0 erzielte.

"Als Kind in Brasilien träumst du davon, an diese Stelle zu kommen und so ein Tor zu machen" - Richarlison

Eben jener Richarlison war es dann auch, der wenige Minuten später das zweite Tor folgen ließ. Nach nur einem Spieltag das Tor des Turniers zu küren ist gewagt, trotzdem würde es mich sehr wundern, wenn jemand diesen Treffer überbieten kann. Aber seht selbst:

Der Stürmer der Tottenham Hotspurs steht für mich wie kein anderer für die neue Selecao. Ein feiner Fußballer, auch für Kunststücke gut, jedoch gleichzeitig ein unermüdlicher Arbeiter mit ausreichend Physis und Effizienz im Strafraum. So schaffte es Tite, den gewohnten Offensivzauber der Selecao optimal mit der Sachlichkeit eines Casemiro oder Thiago Silva zu kombinieren. Und so wurde aus der brotlosen Kunst der Vergangenheit und der ersten Halbzeit ein fußballerisches Festmahl.

Serbien habe ich als schwersten Gruppengegner eingeschätzt, doch waren sie über weite Strecken chancenlos. In dieser Form sind die Brasilianer für mich der klare Favorit auf den Titelgewinn. Tipico sieht das ähnlich, trotzdem bekommt ihr noch eine Quote von 3,5 auf den WM Gewinn der Selecao.

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Max

Daniel Schmidt – Japans Keeper mit dem deutschen Namen

Eiji Kawashima, Shushi Gonda, Daniel Schmidt - beim Torwart Trio des deutschen Gruppengegners Japan sticht ein Name sofort heraus. Viele von euch werden sich fragen, wer der Torhüter der Japaner mit dem Deutsch anmutenden Namen ist. Ich gebe die Antwort! (Bild: IMAGO / Uwe Kraft)

Geboren wurde Schmidt im US-Bundesstaat Illinois. Seine Mutter ist Japanerin, sein Vater Amerikaner mit entfernter deutscher Abstammung - daher auch der für Japan ungewöhnliche Name. Im Alter von zwei Jahren zog es Familie Schmidt nach Japan. Auch deshalb ist Schmidt, wie sein Vereinstrainer Bernd Hollerbach weiß, "ein typischer Japaner – außer, dass er mit 1,97 Metern Körperlänge im Gegensatz zu vielen Landsleuten ein Riesenkerl ist."

Wie viele Riesenkerle landete auch Schmidt irgendwann im Tor. Über die Highschool sowie das Fußballteam der renommierten Chuo Universität landete er schließlich beim damaligen Erstligisten Vegalta Sendai. Erste Profi-Einsätze konnte Schmidt jedoch erst während zweier Leihen in die zweitklassige J2 League sammeln. 2016 etablierte er sich schließlich als Stammtorhüter, zwei Jahre später folgten die ersten Einsätze in Japans Nationalteam.

Zur Spielzeit 19/20 folgte dann der Schritt nach Europa, zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden. Der Verein ist in japanischem Besitz, hat aktuell fünf japanische Akteuere unter Vertrag.

„Es arbeiten viele Japaner in allen Bereichen des Klubs. Mein Videoanalyst zum Beispiel ist Japaner, er hat selbst in Deutschland in der Oberliga gespielt, kann übersetzen. Unsere zwei Köchinnen versuchen immer, ihr japanisches Essen in den Speiseplan zu integrieren.“ - Bernd Hollerbach

In Belgien etablierte er sich schnell als Stammspieler und Leistungsträger, glänzt neben starken Paraden auf der Linie vor allem als mitspielender Keeper. Dabei ist ihm auch der deutsche Torwarttrainer Dennis Rudel eine Hilfe. So liefert er ihm auch immer wieder Anschauungsmaterial von den Torhütern der Topligen, denen der Japaner nacheifert.

"Ein Ziel ist es, in der Premier League zu spielen. Falls der Schritt in die Bundesliga oder die Ligue 1 möglich ist, wäre das ebenfalls gut." - Daniel Schmidt

Starke Leistungen gegen die großen Favoriten aus Spanien und Deutschland könnten ihn seinem Traum einen großen Schritt näher bringen.

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Max

FC Schalke 04 - Kommt jetzt Larsson?

Mit zwei Punkten aus den ersten drei Spielen blickt der FC Schalke 04 auf einen durchwachsenen Saisonstart zurück. Vor allem die Torjäger vom Dienst, Simon Terodde und Sebastian Polter, warten beide noch auf Ihren ersten Torerfolg. Nun könnte der Königstransfer der noch laufenden Transferphase eingreifen und für Leben im Schalker Angriff sorgen – der Schwede Jordan Larsson. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)

Ablösefrei vom russischen Topclub Spartak Moskau gekommen, bringt der Sohn der Stürmerlegende Henrik Larsson alles mit, um das Schalker Offensivspiel zu beleben. Mit seinem Tempo und seiner Technik, aber auch einem starken Abschluss ist er ein Spieler, der im Abstiegskampf der Bundesliga ein entscheidender Faktor werden kann. Doch bisher stehen nur 49 Einsatzminuten zu Buche – warum?

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine wechselte Larsson für ein halbes Jahr auf Leihbasis zurück in seine schwedische Heimat zum AIK Solna, nach Ende des Leihgeschäfts wurde der Vertrag beim Ex-Verein vom Leipziger Trainer Domenico Tedesco einvernehmlich aufgelöst. Seitdem hat der Angreifer nach eigener Aussage nur mit seinem persönlichen Fitnesstrainer gearbeitet, während der Rest der Mannschaft wichtige Vorbereitungsspiele absolvieren konnte.

„Ich brauche noch etwas Zeit, um meine Topfitness zu erreichen. Aber wenn der Trainer mich braucht, werde ich alles für den Verein geben“ – Jordan Larsson vor dem 2. Spieltag

Jetzt, drei Wochen nach seinem Wechsel in den Ruhrpott, sieht die Lage schon anders aus. Zwar wird Larsson, so sein Trainer Frank Kramer, „90 Minuten in der Intensität noch nicht ganz gehen können“. Trotzdem ist er eine Option für die Startelf, die sich am morgigen Samstag um 15:30 Uhr anschickt, gegen Union Berlin den ersten Dreier der Saison einzufahren.

„Er kann von Anfang an über eine längere Strecke gehen oder reinkommen und Dynamik auslösen“ – Frank Kramer

Abzuwarten ist, wie Larsson im Schalker 4-4-2 eingesetzt wird. In seiner stärksten Saison in Moskau teilte er sich den Angriff meistens mit dem bulligen Aleksandr Sobolev, zusammen erzielten die beiden 29 Ligatreffer. Dieser ähnelt vom Spielertyp eher den Herren Polter und Terodde. Doch für eine solche Kombination müsste der einzige bisher erfolgreiche Schalker Stürmer, Marius Bülter, weichen.

Eine weitere Option wäre, Bülter für den diese Woche krankheitsbedingt kürzertretenden Tobias Mohr auf die linke Außenbahn zu stellen. Beim morgigen Gegner aus Köpenick konnte er auch dort bereits Bundesligatauglichkeit nachweisen. Der ebenfalls auch außen einsetzbare Larsson könnte dann hin und wieder die Position tauschen und so für Verwirrung im sonst so stabilen Berliner Defensivverbund sorgen. Mit dem 1,92 m großen Strafraumstürmer Terodde hätten die Knappen damit immer noch einen dankbaren Abnehmer für die gefährlichen Flanken von Thomas Ouwejan auf dem Feld, während seine Mitspieler die in der Bundesliga so wichtige Dynamik auf den Platz bringen können.

Ob von der Bank oder in der Startelf: mit Jordan Larsson im Team sollte es den Königsblauen bald gelingen, de ersten Sieg der noch jungen Bundesligasaison einzufahren – vielleicht schon diesen Samstag. Betway bietet euch dafür eine Quote von 3,1.

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