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Max

Im Fokus: Senkrechtstarter Wilfried Gnonto

Fünf Minuten stand Wilfried Gnonto auf dem Platz, da vergoldete der Italiener sein Länderspieldebüt für die Azzurri mit einem mustergültigen Assist. Nicht erst seit dieser beeindruckenden Vorstellung stehen die Interessenten für den 18-jährigen beim FC Zürich Schlange. Wer ist dieser Senkrechtstarter, der auch in Hoffenheim und Freiburg sowie bei Union Berlin auf der Liste stehen soll? (Foto: IMAGO / Action Plus)

Degnand Wilfried Gnonto wurde als Sohn ivorischer Einwanderer am Lago Maggiore geboren. Früh war sein fußballerisches Talent zu erkennen und so schloss er sich noch vor seinem zehnten Geburtstag der Akademie von Inter Mailand an. Der in Italien berüchtigt schwere Übergang in den Profibereich veranlasste ihn, mit gerade mal 16 Jahren den Weltverein in Richtung Zürich zu verlassen.

200.000€ Ausbildungsentschädigung für ein Talent, das bereits mit den Profis von Inter Mailand trainiert und außerdem bei der U17-WM als jüngster Torschütze brillierte? Das war schon aus damaliger Sicht ein Schnäppchen. Heute ist der Tempodribbler eines der gefragtesten Talente Europas – und 10 Millionen Euro wert. Doch was macht ihn so besonders?

Zuerst das Offensichtliche: Gnonto ist schnell, blitzschnell sogar – fragt mal bei Thilo Kehrer nach. Außerdem erkennt man an seiner starken Ballbehandlung die Ausbildung in einer renommierten Akademie. Mit wettbewerbsübergreifend 15 Toren wies er vergangene Saison außerdem eine für sein Alter beindruckende Torgefahr nach. Dabei agierte er zumeist als zweiter Stürmer, auch auf der Außenbahn fühlt er sich heimisch.

Nun das weniger Offensichtliche: für einen 18-jährigen Tempodribbler, der nur 1,70m misst, verfügt er über eine enorme Physis. Mit seinem kompakten Körperbau und seinem niedrigen Schwerpunkt ist er extrem schwer zu Fall zu bringen. So kann er sich auch gegen deutlich größere Gegenspieler durchsetzen. Bei der Sichtung von Videomaterial kam mir gleich dieser Beitrag von Yaya Touré in den Sinn: auch Gnonto weiß sein Hinterteil exzellent einzusetzen!

Natürlich ist auch der Neu-Nationalspieler nicht ohne Fehler. Hin und wieder will er zu viel, sucht das Dribbling anstatt den einfacheren Pass zu wählen. Die so beeindruckende Power, die gegen Deutschland das Stadion mehrfach zum Raunen brachte, kann er noch zu selten über 90 Minuten generieren. Außerdem sollte man Flanken auf ihn tunlichst vermeiden. Doch mit seinen gerade mal 18 Jahren steht Gnonto noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, die ich mit Spannung beobachten werde.

Sein neuer Verein darf sich also auf einen Spieler freuen, der den Fans Spaß macht und gegnerische Verteidiger das Fürchten lehrt. Sowohl in einer Doppelspitze, auf den Halbpositionen oder klassisch auf dem Flügel einsetzbar, verleiht er einer Mannschaft sowohl Durchschlagskraft als auch Tempo. Attribute, nach denen man vor allem in Freiburg aktuell explizit sucht. In Berlin würde er im Angriff mit Jamie Leweling und Sheraldo Becker auf zwei vergleichbare Spielertypen treffen. Für die TSG aus Hoffenheim spricht hingegen, dass Gnontos Mentor André Breitenreiter ab nächster Saison dort als Übungsleiter antritt.

Trotzdem bin ich persönlich der Meinung, dass Gnonto perfekt nach Freiburg passen würde. Im schon berühmten ruhigen Umfeld könnte er sich optimal an die neue Herausforderung gewöhnen und aufgrund der Dreifachbelastung viel Spielzeit sammeln. Doch eines muss ich noch festhalten: Gnonto mag zwar Nationalspieler Italiens sein, doch man darf keinen Spieler vom Format eines Lorenzo Insignes erwarten. Roberto Mancini ist bekannt dafür, auch unbekannteren Talenten die Chance zu geben, sich zu beweisen.

Ein solches war Wilfried Gnonto – bis zur 70. Minute am vergangenen Samstag.

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Max

Bayer Leverkusen: Endlich reif für den Titel?

Seit 1979 ohne Unterbrechung erstklassig, in diesem Jahrhundert nur zwei Mal die Saison auf einem zweistelligen Tabellenplatz beendet: Bayer 04 Leverkusen gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands, doch trotz fünf Vize-Meisterschaften sucht man im Trophäenschrank der BayArena vergeblich nach einer Meisterschale. Könnte sich das in der kommenden Saison ändern? (Foto: IMAGO / Michael Weber)

Die Saison 21/22 schloss das Team von Gerardo Seoane als Dritter ab, fünf Punkte hinter dem BVB und ganze 13 vom Meister auf München entfernt. Doch während Toptorschütze Haaland (22 Tore in 24 Spielen) die Dortmunder bereits gen Manchester verlassen hat, und Robert Lewandowski (35 Tore in 34 Spielen) offen mit einem Wechsel liebäugelt, kam es in Leverkusen zu einem Paukenschlag. Bayer konnte seinen eigenen Torjäger Patrik Schick (24 Tore in 27 Spielen) trotz einer Vielzahl an Gerüchten langfristig bis 2027 an den Verein binden.

Doch nicht nur die Schwächung der Konkurrenz macht Hoffnung auf die erste Meisterschaft unterm Bayerkreuz.

Trainer Seoane hat es geschafft, die hochveranlagte Truppe zu stabilisieren. Das Spiel ist risikoärmer, kontrollierter als noch unter Peter Bosz, die Durchschlagskraft ging derweil nicht verloren. Da liegt vor allem am Prunkstück des Kaders:

Die Offensive:

In der Sturmspitze hat wie bereits erwähnt Patrik Schick mindestens internationale Klasse nachgewiesen. Neben seiner körperlichen Präsenz und Abschlussstärke zeichnet den Tschechen auch aus, dass er problemlos in das Kombinationsspiel eingebunden werden kann.

Mit Moussa Diaby (22) auf dem Flügel und Florian Wirtz (19) hinter der Spitze brillierten zwei Hochveranlagte in der vergangenen Saison. Mit den schnellen Amine Adli und Paulinho, dem torgefährlichen Sardar Azmoun sowie dem erfahrenen und immer wieder gefährlichen Karim Bellarabi bietet der Kader bereits zahlreiche Optionen.

Außerdem wurde mit dem 19-jährigen Adam Hlozek bereits ein weiteres variabel einsetzbares Talent für die Offensive verpflichtet. Ein weiterer Flügelspieler steht wohl noch auf dem Wunschzettel von Simon Rolfes, der Ukrainer Mykhaylo Mudryk soll hier in der Pole Position sein.

Die Defensive

Soll man einen Kerem Demirbay wirklich zur Defensive zählen? Da er in dieser Saison auf der Doppel-Sechs beheimatet war, lasse ich mich dazu hinreißen. Spielstark und stark bei ruhenden Bällen war er aus der Tiefe oft Taktgeber im Mittelfeld.

Den Rücken hielt ihm dabei der stille Held der Leverkusener frei: Robert Andrich. Im Sommer von Union Berlin verpflichtet, sollte er vor allem für Mentalität und Körperlichkeit sorgen. Doch neben seinen Kernaufgaben, die er mit Bravour erfüllte, stehen vier Tore und drei Vorlagen zu Buche. Nicht umsonst sieht ihn der kicker als den besten defensiven Mittelfeldspieler der Saison.

Da Routinier Charles Aranguiz den Verein verlässt, läuft auch hier noch die Suche nach einer Ergänzung, die mit Exequiel Palacios die Zentrale komplettieren soll.

In der Abwehrkette regiert derweil die Jugend! Die beiden Niederländer Jeremie Frimpong und Mitchell Bakker sind beide erst 21 Jahre alt und beackern die Außenbahnen mit enormem Tempo und Laufbereitschaft. Die Innenverteidiger Piero Hincapie (20), Odilon Kossounou (21) und Edmond Tapsoba (23) sind ebenfalls noch blutjung, ihr Leistungsvermögen konnten sie dennoch schon oft genug nachweisen. Leitwolf der Defensive ist derweil Jonathan Tah, der mit seinen 26 Jahren und über 200 Bundesligaspielen schon als Routinier gelten kann.

Neben Zweikampfstärke zeichnen sich die Defensivakteure Leverkusens auch durch einen erstklassigen Spielaufbau auf. Der meist souveräne Torhüter Lukas Hradecky muss daher auffallend selten den langen Schlag wählen.

Die Probleme

Der Ausfall von Florian Wirtz, der erst zur Rückrunde wieder ins Geschehen eingreifen kann, wiegt trotz der genannten Alternativen schwer. Außerdem ist das Team noch sehr jung und unerfahren. Im Vergleich zum Abomeister Bayern kann man hier einen noch nicht gestillten Erfolgshunger attestieren, jedoch fehlt die Kaltschnäuzigkeit, die Spieler wie Thomas Müler in einen Titelkampf bringen können. Wichtig ist zudem der Verbleib vom umworbenen Moussa Diaby, sein Abgang würde ein kaum zu stopfendes Loch reißen.

Fazit:

Wie eingangs erwähnt, könnten die Leverkusener durchaus von einem Straucheln der Konkurrenz profitieren. Doch dazu muss das noch junge Team vom ersten Spieltag an über sich hinauswachsen und darf sich nur wenige Ausrutscher erlauben. Das Potenzial ist vorhanden, doch auch die Konkurrenz schläft nicht.

Trotzdem: Es darf wieder geträumt werden unterm Bayerkreuz.

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Max

Champions League Vorschau, Teil 2: Die besten Quoten

Nach der Champions League ist vor der Champions League. Nachdem wir zwei Monate lang auf die Königsklasse verzichten mussten, beschert uns der Spielplan nun zwei Wochen in Folge hochklassigen, internationalen Fußball. Grund genug, eine neue, aber schon lieb gewonnene Tradition fortzuführen und euch hier auf den bevorstehenden Spieltag vorzubereiten.

Chelsea – Lille

Gleich am Dienstag greift der Titelverteidiger FC Chelsea in die KO-Phase ein und trifft auf den französischen Meister Lille OSC. Zugegebenermaßen ist die Partie bei weitem nicht so prestigeträchtig, wie der Satz glauben lässt. Schließlich findet sich der Club aus dem Norden Frankreichs in dieser Saison im Mittelfeld der Ligue 1 wieder und musste unter anderem Niederlagen gegen Brest, Clermont und Lorient einstecken. Star der Mannschaft ist der junge Kanadier Jonathan David, der, zusammen mit Sven Botman, als einer der wenigen die Form der Meistersaison bestätigen konnte und in der Liga schon 12 Tore erzielte.

Auch der FC Chelsea spielt diese Saison nicht wie ein amtierender Champions League Sieger, von 24 Ligaspielen konnten die Blues nur 13 für sich entscheiden. Trotzdem rangiert man hinter Manchester City und Liverpool auf dem dritten Platz und kann sich seit vergangenem Samstag als Club-Weltmeister bezeichnen.

Klarer Favorit in dieser Begegnung ist der FC Chelsea, da bin ich mit den Buchmachern auf einer Wellenlänge. Bei einer Quote von 1,32 ist eine Wette auf einen Sieg der Gastgeber wenig lohnenswert, die Mutigen unter euch bekommen bei Bwin auf einen Sieg von Chelsea mit Handicap eine Quote von 1,87. Mein persönlicher Tipp ist, dass sich die Minimalisten aus London treu bleiben und unter 2,5 Tore fallen. Bwin gibt euch darauf eine Quote von 2,10.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

FC Chelsea London

1.33

1.301.32

Remis

5.25

5.405.25

LOSC Lille

9.50

10.00

9.50

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

Mit der Registrierung über einen unserer exklusiven Links könnt Ihr Euch zudem einen Willkommensbonus beim Buchmacher sichern:

Villareal – Juventus

Der Dienstag scheint der Tag der schwächelnden Teams zu sein. Die addierten Tabellenpositionen aller vier aktiver Teams ergibt immerhin 24 – am vergangenen Mittwoch lag dieser Wert gerade mal bei 5. Bei Villareal hängt vieles an der Genesung des Stürmerstars Gerard Moreno, dessen Einsatz noch auf der Kippe steht. Die Turiner hingegen verfügen über genügend individuelle Klasse, doch Trainer Allegri schafft es noch nicht, die PS auch konstant auf die Straße zu bringen.

Diese Begegnung ist eine der wenigen, bei der auf beide Teams ziemlich hohe Quoten angeboten werden. Ich persönlich würde in diesem Fall die Gäste bevorzugen, der Mix aus individueller Klasse und internationaler Erfahrung sollten Juventus die drei Punkte und euch bei Tipico eine Quote von 3,00 sichern. Noch risikoreicher, jedoch auch lohnenswerter, ist der Tipp auf den Sieger der statistisch torärmeren ersten Halbzeit. Hier gibt es bei Tipico eine Quote von 3,70.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

FC Villarreal

2.45

2.502.45

Remis

3.25

3.203.30

Juventus Turin

3.00

3.00

2.85

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Atletico Madrid – Manchester United

Der Spieltag bleibt sich treu, auch diese beiden Giganten haben in dieser Saison ihre Probleme. Während sich die Red Devils bereits von Trainer Ole Gunnar Solskjaer trennten, für den nun Ralf Rangnick auf dem Chefsessel Platz nimmt, sitzt Diego Simeone weiterhin fest im Sattel. Doch das Aushängeschild der Madrilenen, die einst so bombensichere Defensive, schwächelt mit 34 Gegentoren in 24 Ligaspielen – nur sechs Teams ließen mehr zu.

Auch in Manchester ist man, trotz eines schmeichelhaften vierten Platzes, nicht zufrieden. Neben sportlichen Misserfolgen sorgen dafür immer neue Gerüchte über Konflikte innerhalb der Mannschaft bei. Auch der jüngste Skandal um Mason Greenwood trägt dazu bei, dass im Old Trafford keine Ruhe einkehrt. Doch nachdem Cristiano Ronaldo gegen Brighton seine (für Ronaldos Verhältnisse) lange Torflaute beenden konnte, weht wieder etwas Aufbruchsstimmung durch die Katakomben.

Ich erwarte ein ereignisarmes Spiel zweier verunsicherter Teams. Eine Prognose für das Hinspiel zu treffen fällt mir schwer, jedoch lockt die Quote von 3,10, die bet365 für einen Sieg von United anbietet. Außerdem würde es mich nicht überraschen, wenn wir eine torlose erste Halbzeit erleben, die Quote dafür beträgt bei bet365 2,62.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

Atletico Madrid

2.37

2.402.35

Remis

3.25

3.203.20

Manchester United

3.10

3.10

3.20

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Benfica – Ajax

Die letzte Partie ist zugleich mein heimlicher Favorit an diesem Spieltag. Zwei Teams, die man nicht jede Woche spielen sieht, gespickt mit Talenten und alten Bekannten aus der Bundesliga sowie der internationalen Elite.

Die Portugiesen rangieren aktuell in der Liga auf einem enttäuschenden dritten Platz, zehn Punkte hinter Spitzenreiter Porto. Aus Deutschland kennt man den ehemaligen Dortmunder Julian Weigl, Stammspieler im Mittelfeld, sowie Valentino Lazaro und den gebürtigen Stuttgarter Odysseas Vlachodimos. In der Innenverteidigung stehen die erfahrenen Haudegen Otamendi und Vertonghen ihren Mann, für Torgefahr sorgen vor allem Rafa Silva über außen und der umworbene Darwin Nunez in der Spitze.

Ajax hingegen führt die Eredivisie derweil mit fünf Punkten Vorsprung auf PSV Eindhoven an. Sebastien Haller, ein Teil der Frankfurter Büffelherde, führt die Torjägerliste der Champions League mit zehn Treffern an, auch in der Liga liegt er mit 16 Toren an der Spitze. Davy Klaassen, mit Bremen vor einem Jahr abgestiegen, dürfte für die Niederländer starten, genau wie Vorlagenkönig Dusan Tadic. Ajax produziert seit Jahrzehnten Talente für ganz Europa und auch die dürfen in diesem Artikel nicht fehlen: der Brasilianer Anthony steht bereits bei den Topclubs auf der Liste, auch der erst 20 Jahre alte Defensivmann Jurrien Timber hat eine große Zukunft vor sich.

Die Niederländer sind mit einer Quote von 1,80 bei Tipico der klare Favorit und da gehe ich auch mit. Doch die Quote von 2,00, die Tipico für 1X anbietet gilt es trotzdem nicht zu ignorieren, schließlich kann ein Champions League Spiel im heimischen Estadio da Luz den Adlern einen besonderen Push verleihen.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

Benfica Lissabon

4.20

4.304.20

Remis

3.80

3.803.60

Ajax Amsterdam

1.80

1.80

1.83

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Trotz meiner Prognosen besitze ich keine Kristallkugel und freue mich deswegen auch darauf, vier heiß umkämpfte Partien zu sehen.

Weiterhin bieten die Wettanbieter verschiedene Boni für für neue Spieler. Tipico verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einem Betrag von 100€, bei Bet365 erhaltet ihr bis zu 100€ in Wett-Credits und bei Bwin erhaltet ihr eine Gratiswette bis zu 100€.

Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg bei euren Wetten!

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Max

Champions League Vorschau: Welche Quoten lohnen sich?

Endlich ist es wieder so weit, ab dem morgigen Dienstag treffen in der Königsklasse wieder die besten Teams Europas aufeinander. Kickfieber bereitet euch auf die bevorstehenden Spiele im Achtelfinale vor. Als kleines Schmankerl gibt es meine persönlichen Prognosen und Tipps für euren Wettschein dazu. Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg!

PSG – Real Madrid

Am Dienstag treffen gleich zwei Schwergewichte des europäischen Fußballs aufeinander. Der Tabellenführer der Ligue 1 empfängt den Tabellenführer von La Liga und die Buchmacher sehen Paris als Favoriten. Die Franzosen um ihre Stars Messi, Mbappé und Neymar sind seit der Niederlage in der Gruppenphase bei Manchester City wettbewerbsübergreifend ungeschlagen und bringen eine gewaltige Offensivpower auf den Rasen. Doch auch die Defensive hat sich unter Coach Pochettino deutlich verbessert, vor allem Abwehrchef Marquinhos mauserte sich zu einem der besten Verteidiger der Welt. Der ehemalige Madridista Sergio Ramos wird das Spiel leider verpassen.

Auf der anderen Seite spielt Real keine sehr überzeugende Saison. In Spanien profitiert man bisher davon, dass andere Spitzenteams noch größere Probleme haben. Die Lebensversicherung ist ganz klar Karim Benzema, der in Liga und Champions League 22 Tore erzielte. Auch der junge Brasilianer Vinicius Junior hat diese Saison in die Spur gefunden und glänzt mit vielen Toren und Vorlagen. Doch das größte Ass im Ärmel der Spanier dürfte das erfahrene Mittelfeld bestehend aus Toni Kroos, Luka Modric und Casemiro sein, das sich gemeinsam mit Trainer Ancelotti in der Champions League pudelwohl fühlt.

Auf dem Papier ist Paris der Favorit, das sieht auch Buchmacher Tipico so, der auf einen Sieg eine Quote von 1,95 anbietet. Doch die Erfahrung in KO-Spielen spricht für die Madrilenen, weshalb ich dazu tendiere, bei diesem Spiel auf X2 zu setzen. Dafür bietet Tipico eine Quote von 1,85. Spannend ist außerdem, wer der beiden Giganten die nächste Runde erreicht, bei Bwin bekommt ihr auf Real eine Quote von 1,90, auf PSG eine von 1,80.

🔎 Quotenvergleich

bet365

TipicoBwin

Paris Saint-Germain

1.95

1.951.95

Remis

3.75

3.803.80

Real Madrid

3.60

3.60

3.50

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

Sporting – Manchester City

Klarer verteilt sind die Rollen bei der Partie zwischen Sporting und Manchester City. Beide sind amtierende Meister, doch alles spricht für einen souveränen Sieg der Briten. Dem durch die Bank mit Weltklasse besetzten Kader dürften die Portugiesen wenig entgegen zu setzen haben.

Sporting konnte sich in der Gruppe unter anderem gegen Borussia Dortmund durchsetzen, doch auch mit dem international erfahrenen Pablo Sarabia, der mit Paris schon im Finale des Wettbewerbs stand, ist eine deutliche Niederlage zu erwarten. Das Team von Pep Guardiola marschiert währenddessen unbeirrt zur nächsten Meisterschaft und schickt sich erneut an, endlich die Königsklasse zu gewinnen. Dabei werden sie versuchen, mit ihrer Offensivpower für eine schnelle Entscheidung zu sorgen, um Energie für eine lange Saison zu sparen.

Dieser Erwartung bleibe ich auch bei den Quotentipps treu, bei bet365 bekommt ihr bei einem Handicap von 1:0 eine Quote von 1,8 auf City, wenn in der 1. Halbzeit 2 Tore oder mehr fallen, könnt ihr euren Einsatz bei bet365 mit 2,25 multiplizieren.

🔎 Quotenvergleich

bet365

TipicoBwin

Sporting Lissabon

10.00

11.0010.50

Remis

5.75

5.755.50

Manchester City

1.28

1.28

1.30

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FC Salzburg – Bayern München

Auch in dieser Begegnung sollte nicht zu viel Spannung aufkommen. Über die Klasse der Bayern muss ich wohl niemanden mehr informieren, trotz der jüngsten Niederlage in Bochum. Der Salzburger Ableger der Red Bull Familie bietet unter anderem mit Nationalspieler Karim Adeyemi vor allem in der Offensive einiges an. Doch der große FC Bayern stellt das junge Team vor eine andere Herausforderung als beispielsweise WSG Tirol in der heimischen Liga.

Ich fasse mich kurz, auch hier sehe ich einen deutlichen Sieg des Favoriten und empfehle daher die Quote von 1,80, die Tipico auf einen Sieg der Bayern mit einem Handicap von 1:0 anbietet. Auch die Quote von 1,75 auf einen Treffer der Bayern in beiden Halbzeiten ist interessant, diese Wette könnt ihr bei Tipico abschließen.

🔎 Quotenvergleich

bet365

TipicoBwin

FC Salzburg

7.00

8.508.25

Remis

5.75

5.705.25

FC Bayern München

1.36

1.33

1.34

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Inter Mailand – Liverpool

Deutlich offener sehe ich da das Spiel des italienischen Meisters Inter Mailand gegen das Team von Jürgen Klopp. Liverpool ist bei den Buchmachern der klare Favorit, doch Inter kann den Engländern durchaus gefährlich werden.

Das bärenstarke Mittelfeld um Hakan Calhanoglu sowie die Durchschlagskraft von Lautaro Martinez und Altmeister Edin Dzeko dürften jede Mannschaft vor Probleme stellen. Außerdem stehen die Mailänder schon historisch für eine solide Defensive, die es auch den Stars des Liverpool Football Clubs schwer machen kann.

Die größten Stars der Liverpooler, Mo Salah und Sadio Mané, sind mittlerweile vom Afrika Cup zurück und dürften darauf brennen, wieder in Rot auf Torejagd zu gehen. Doch auch ihre Vertreter, allen voran Diogo Jota, zeigten ansprechende Leistungen und dürften zumindest von der Bank für Gefahr sorgen.

Auch wenn ich Liverpool favorisiere, die Quote von bet365 auf einen Überraschungssieg im San Siro ist mit 3,4 sehr verlockend und einen Versuch definitiv wert. Wenn ihr es mit Liverpool haltet, kann ich nur nahelegen, eine Kombination mit Übertoren zu wählen. Für einen Sieg der Klopp-Elf und über 2,5 Toren im Spiel bietet bet365 eine Quote von 1,72.

🔎 Quotenvergleich

bet365

TipicoBwin

Inter Mailand

3.40

3.503.40

Remis

3.60

3.603.60

FC Liverpool

2.10

2.05

2.05

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

Alles in allem steht uns ein interessanter Spieltag mit aufregenden Begegnungen und vielen verlockenden Wetten bevor. Nicht vergessen, wenn ihr noch nicht registriert seid, bieten euch die Wettanbieter einen Bonus an! Tipico verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einem Betrag von 100€, bei Bet365 erhaltet ihr bis zu 100€ in Wett-Credits und bei Bwin erhaltet ihr eine Gratiswette bis zu 100€. Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg bei euren Wetten!

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Max

Performance Analyst Marius Fischer im Interview

Marius Fischer ist Performance Analyst beim dänischen Erstligisten Viborg FF und auf Twitter unter @Gegenpressing91 für seine Analysen und Grafiken bekannt. In unserem Interview spricht er über seinen ungewöhnlichen Werdegang vom Jugendtrainer zum Analysten in Sotschi, Moskau und Viborg sowie einen Beruf, der viele Fußballfans zum Träumen bringt. (Foto: IMAGO / Ritzau Scanpix)

Hallo Marius, erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns nimmst. In der Einleitung habe ich schon etwas deinen Werdegang beschrieben. Eine Frage hat sich mir da sofort aufgedrängt: wie kam denn der Kontakt nach Sotschi, deiner ersten Station im Profifußball, zustande?

Berechtigte Frage, ja. Ich kann ja mal ganz kurz noch mehr ausholen, also wie ich mit Fußball angefangen habe. Also ich habe ganz normal gespielt, wie jeder andere auch. Profi wäre ich nicht geworden, deswegen bin ich relativ schnell in die Trainerschiene gegangen und war dann beim Bonner SC Trainer im Jugendbereich. Das ist sicherlich im Jugendbereich auf Profiniveau, der Verein an sich spielt ja in der Regionalliga. Da war der Aufwand aber, wie es im Jugendfußball ja immer so ist, sehr hoch und der Ertrag niedrig.

Dann kam Corona, ich habe meinen Arbeitsplatz gewechselt und konnte das nicht mehr so wirklich mit dem Trainerdasein vereinbaren, wollte aber auf jeden Fall weiter irgendwas im Fußball machen. Ich hatte halt zu der Zeit schon den Luxus, einen relativ großen Twitteraccount zu haben, der war eben schon ein Türöffner. Mich fragen viele, wie ich es geschafft habe im Profifußball, aber das ist schwer zu vergleichen. Wenn man jetzt mit 100 Followern und einem Profilbild, das man selbst nicht ist jemanden anschreibt – schwierig. Ich habe dann irgendwann einen Tweet gemacht, dass ich gerne für einen Verein arbeiten würde, von daheim aus in der Analyse. Es kamen dann vier Angebote rein. Damals hat mich der Head of Analysis von Sotschi angefragt, ganz normal bei Twitter. Hat sich gut angehört und FK Sotschi war auch der namhafteste Verein. Dann hatten wir den ein oder anderen Videocall und das kam eben zustande.

Ich habe jetzt auch schon festgestellt, wenn du einmal drin bist in diesem Hamsterrad, dann ist es schwer da wieder raus zu kommen. Dann ist mein Chef zu ZSKA Moskau gewechselt und hat mich mitgenommen, weil er mit meiner Arbeit wohl zufrieden war. Die Distanz war aber irgendwann zu groß, ich habe gesagt ich möchte, auch wenn ich von zuhause arbeite, ab und zu vor Ort sein. Die Reise von Deutschland nach Moskau macht man halt höchstens einmal im Jahr. Auch über Twitter habe ich dann den Cheftrainer von Viborg FF angeschrieben, wir hatten vorher schon sporadisch Kontakt. Die waren damals Zweitligist, sind dann aufgestiegen und ich bin hin gewechselt. Das war so mein grober Werdegang.

Es sind ja schon einige Zufälle, über die du in den Job gekommen bist, oder?

Ja, mich fragen auch immer wieder Leute, was ich für Qualifikationen habe. Dann sag ich immer gar keine. Also ich habe meine Trainerlizenzen, die sind okay, aber ich habe nicht studiert und auch keine anderen Sachen gemacht, keine Spielanalyse-Ausbildung. Das war im Endeffekt alles selbst beigebracht, das funktioniert. Deswegen lächle ich auch immer so bisschen, wenn Vereine in Deutschland Stellen ausschreiben und da dann steht „muss studiert haben“. Also ich bin in den letzten Jahren über keine Aufgabe gestolpert, bei der ich gedacht hab „Verdammt, kannst du nicht machen, weil du nicht studiert hast“.

Du hast bei Sotschi zu Beginn der Corona-Zeit angefangen. Das ging schon ziemlich schnell, so von Twitter zum Analysten, der bei Football Manager auftaucht. Wie ist das so, plötzlich im Profigeschäft zu arbeiten? War das für dich eine große Umstellung oder kam das ganz natürlich?

Im ersten Moment muss ich jetzt sagen schon. Weil auch wenn ich als Trainer auch auf hohem Niveau gearbeitet habe, war es eben „nur“ Jugendfußball. Ab 01.01.2020 habe ich in der Fußballredaktion eines Sportverlages in Deutschland angefangen zu arbeiten. Da wir sehr eng mit Trainer zusammenarbeiten, war in diesem Moment die Hemmschwelle nicht mehr so hoch. Ich würde behaupten, wenn ich so vor drei Jahren mit Profifußballern und Profitrainern in Kontakt gestanden hätte, wäre ich mehr aufgeregt gewesen. Wie es eben so ist, ich war und bin immer noch Fan. Ich sehe mich immer noch eher als Fan, nicht als Profi. Aber es war schon krass, weil ich gemerkt habe ich analysiere jetzt nicht aus einer Laune heraus, sondern weil ich es muss. Die Situation war auch damals so, weil ich weit weg gewohnt habe, dass ich dem Head of Analysis eher zugearbeitet habe. Das heißt ich hatte mit den Spielern und Trainern wenig Kontakt. Ivica Olic wurde in Moskau ja Trainer, man hat sich mal gesehen aber so nah dran war ich nicht.

Deswegen bin ich dann auch zu Viborg, da ist es anders. Als ich das erste Mal nach Dänemark gefahren bin, da war ich schon einige Monate im Job. Da war ich bei einem Heimspiel, bin dann ganz normal durch die Katakomben und stand plötzlich auf dem Rasen, in einem Fußballstadion bei einem Erstligaspiel. Als Mitarbeiter – nicht als Einlaufkind oder Reporter – das war schon krass muss ich sagen. In der jetzigen Rolle bin ich auch mit den Spielern fast täglich in Kontakt und wir haben Einzelgespräche, da muss ich manchmal schon schlucken. Weil wir eben auch Spieler haben, die ich schon vorher gekannt habe, wie einen Jay-Roy Groot, der bei Osnabrück und Leeds gespielt hat.

Also ich muss sagen, ich habe immer noch das Gefühl, die Spieler stehen über mir. Einfach von meinem Respekt her, denn ich weiß, wo ich herkomme. Die Spieler sehen das aber anders, für die bin ich Teil des Trainerteams und sie hören auf mich. Da ist dann ein Profi, der vielleicht 10.000 € im Monat verdient, der denkt dann aber du bist derjenige, der ihm Ansagen machen kann. Das war für mich die größte Umgewöhnung, da komm ich einfach nicht her. Das hat schon bisschen gedauert, muss ich zugeben. Ist aber auch klar, so aufgeregt wie ich war, so habe ich mich nicht gegeben. Ich kann ja dann nicht als der Analyst der Mannschaft wie so ein kleines Kind auftreten und mir Autogramme holen erstmal – hätte ich schon manchmal gerne gemacht aber da muss man die Professionalität schon wahren.

Dann nimm uns mal bitte mit, was sind denn aktuell bei Viborg deine konkreten Aufgaben in der Performance Analyse?

Also was gleich geblieben ist seit der Zeit in Russland ist die Gegneranalyse, die mach ich jetzt schon seit zwei Jahren. Hier in Viborg läuft es so, dass ich zum Gegner ein Video erstelle, da erfinde ich aber auch das Rad nicht neu. Es geht im Groben darum, wie sich der Gegner defensiv und offensiv verhält. Das stelle ich den Trainern vor und gebe meine persönliche Prognose dazu ab, wie sie spielen werden. Das Video ist das gleiche, das der Mannschaft vorgestellt wird, daher sollte es verständlich und maximal zehn Minuten lang sein. Das ist so bisschen der Workflow für die Gegneranalyse.

In Viborg haben wir jetzt Schritt für Schritt meine Aufgaben erweitert, ich mache jetzt auch die individuelle Analyse der eigenen Spieler. Wir haben so alle vier Wochen Meetings, da geht es dann eher um Details. Auch Daten, also wie viele progressive Pässe hat er gespielt die letzten Wochen, Freilaufverhalten oder wie viele Tiefenläufe. Das ist für die meisten Spieler neu, weil der Verein nun mal ein Fahrstuhlverein war, in den letzten Jahren allerdings sehr gut gearbeitet hat und deswegen gut dasteht. Ich bin hier der erste Analyst, der sich hauptamtlich damit beschäftigt und nicht noch nebenbei Trainer ist. Am Anfang waren sie teilweise auch skeptisch, weil sie gedacht haben „Wir sind aufgestiegen, spielen jetzt eine gute Saison in der ersten Liga, wir brauchen das nicht“. Aber mittlerweile gibt es auch viele die zu mir kommen und sagen, es hat ihnen wirklich geholfen. Das freut einen natürlich und zeigt, dass es schon auch wichtig ist.

Aber ich weiß auch, dass viele Spieler da nicht wirklich das größte Interesse daran haben. Aber wir versuchen, dass es mittlerweile eine Routine wird. Macht nicht immer Spaß, ich habe denen auch von Anfang an gesagt, wenn ihr da keinen Bock drauf habt muss es nicht sein. Aber wenn dadurch zehn Spieler besser werden, dann hat es uns schon etwas gebracht und das ist auch, warum ich das mache und warum es der Verein macht: wir wollen die Spieler besser machen. Das ist schwer zu messen, das ist vielleicht ein negativer Punkt bei meinem Job. Ich kann jetzt nicht sagen, wir haben am Wochenende gewonnen wegen mir, aber ich kann auch nicht sagen wir haben verloren, weil ich schlecht gearbeitet habe. Du lebst viel von dem Feedback, das du bekommst. Damit muss man klarkommen, dass man seine Leistungen und Erfolge nicht messen kann.

Du hast jetzt schon Daten wie progressive Pässe erwähnt. Wie viel arbeitest du wirklich mit Daten und wie viel ist einfach das Fußballerauge?

Bei mir wirklich viel Fußballerauge, weniger Daten muss ich sagen. Also bei der Mannschaft, wenn ich mir den Gegner anschaue, da schau ich schon etwas auf die Daten aber sonst nicht. Unser Trainer bei Viborg hat glaube ich geschätzt, dass ich, wie er sagt, auch eher eine Art zusätzlicher Trainer für ihn bin. Ich habe mir das eben auch als Trainer angeschaut, ohne dabei die als Analyst nötige Distanz zu verlieren. Ich glaub das Trainerteam und auch die Spieler wollen beides haben, zum einen Daten und Statistiken zum Einordnen, aber ich glaube die Videoanalyse ist immer noch das wichtigste. Wenn ich dem Spieler sage, du spielst im Spiel nur zehn gute Pässe, dann hilft es ihm nicht. Wenn ich ihm aber ein Video zeige und sage, da hättest du einen besseren Pass spielen können, dann sieht er das auch. Es gibt auch Analysten, die machen nur Daten. Das liegt aber daran, dass es noch 10 andere Leute im Verein gibt, die den anderen Kram machen. Bei uns gibt es nur einen und ich muss dann halt beides machen. Wenn ich es mir aussuchen müsste würde ich aber Videos nehmen, weil ich das spannender und aussagekräftige finde.

Gibt es bei Viborg auch eine Scouting Cam und habt ihr noch andere Tools für die Analyse?

Ja es gibt einen sehr modernen Datenanbieter, der die Superliga seit dieser Saison übernommen hat, Second Spectrum. Das ist für jemanden, der früher gerne Football Manager gespielt hat. ein Traum, Du kannst dir die Spiele im Nachhinein in 2D anschauen, in sämtlichen Kameraperspektiven, damit arbeiten wir natürlich. Wir haben auch diverse eigene Trackingsysteme, bei denen es aber eher um Fitnessdaten geht, da bin ich aber nicht so involviert. Wenn ich die Spiele zuhause schaue habe ich meistens zwei Bildschirme, auf dem einen schau ich mir das Spiel normal an und auf dem anderen dann halt über Second Spectrum. Was mich dann manchmal stört, da merkt man, dass ich immer noch so bisschen Fan bin - da ist kein Ton dabei. Da hörst du nichts und du bist weit weg in der Vogelperspektive, das ist mir dann fast zu öde. Deswegen mach ich auf dem Handy oft noch den richtigen, den Fernsehstream an, damit ich so bisschen Atmosphäre habe. Ganz ohne Ton ist schon schwierig.

Du hast schon angeschnitten, dass du noch vieles aus der Fanperspektive siehst. Aber kann man als Analyst Fußball schauen und sich zurücklehnen oder analysierst du auch bei beruflich nicht relevanten Spielen noch mit?

Es geht noch, also ich muss sagen aktuell habe ich die Lust am Fußball noch nicht verloren. Ich arbeite aktuell in meinem Haupt- und Nebenjob mit Fußball, also ich mach nichts anderes mehr. Da hatte ich bisschen die Angst, wenn es zur Pflicht wird und nicht mehr zum Hobby, dass es dann irgendwann keinen Spaß mehr macht. Das ist zum Glück nicht so, ich habe auf dem Weg dann in den letzten Jahren einfach einige Sachen nicht mehr gemacht, zum Beispiel auf Twitter. Ich bin auch weniger auf Regionalsportplätzen unterwegs. Das liegt auch nicht daran, dass ich den Fußball nicht mehr sehen möchte, sondern dass ich mich auch darauf fokussiere, was wirklich wichtig ist.

Also bei mir geht es noch, ich kann mich auch gerne mal samstags mit der Konferenz hinsetzen und das gucken ohne dabei zu analysieren. Ich kenne aber auch viele, bei denen es nicht mehr geht. Die arbeiten schon etwas länger in dem Beruf und ich glaube auch bei mir wird das nicht ewig so gehen. Was sich geändert hat ist mein Meinungsbild zu vielen Dingen, die teilweise sehr kritisch gesehen werden, wie zum Beispiel die Kommerzialisierung im Fußball. Das interessiert mich nicht mehr, dafür bin ich zu tief drin um mich über die Kommerzialisierung zu beschweren. Was soll ich denn sagen, ich habe selbst aus Moskau sechs Monate lang mein Geld bekommen. Die Kommerzialisierung verbinden viele mit Negativem, sie hat aber auch damit zu tun, dass sich Vereine sowas leisten können wie einen Analysten aus Deutschland zu beschäftigen.

Ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, sind Standardsituationen. Es gibt so viele Standards im Fußball, aber oft werden die Bälle doch nur lieblos in die Mitte geschlagen. Spielt das bei dir im Beruf auch eine Rolle und erkennst du da eine Entwicklung?

Also bei mir in Viborg jetzt eine große Rolle, weil der dänische Fußball da generell als Vorreiter agiert. zum Beispiel Einwurftrainer Thomas Gronnemark oder der neue Standardtrainer der deutschen Nationalmannschaft, Mads Buttgereit, sind Dänen. Das hat ein bisschen geprägt, wir führen auch jeden Einwurf auf Höhe des Sechzehners weit aus, weil es für uns eine Standardsituation ist. Wir trainieren das auch und haben Spieler, die so weit werfen können. Wir machen auch Tore daraus, es ist also wirklich wichtig.

Wir studieren auch Standardsituationen ein. Das war auch so ein Punkt, wo du gefragt hast, wie das jetzt ist, auf einmal im Profifußball zu arbeiten. Ein Riesending war wirklich, als unser einer Co-Trainer mich gefragt hat, ob ich irgendwelche Varianten oder Freistoßtricks hätte, die sie mal üben können. Dann habe ich ihm welche genannt und einige Wochen später, als ich das Spiel geschaut habe, hat die Mannschaft es wirklich ausgeführt. Es ist kein Tor entstanden aber ich habe dann gesehen, mein Freistoßtrick wird gerade ausgeführt. Das war schon krass. Also bei uns ist es ein Riesenthema. Aber es ist auch umgekehrt wichtig, gegen jeden Gegner kann man fast eine halbe Stunde nur die Standards analysieren. Fast jede Mannschaft in der dänischen Liga arbeitet da.

Mit dem Analysten von Aalborg habe ich vor einigen Wochen mal geschrieben, die bringen pro Woche 20 Stunden für Standardsituationen auf. Wir machen das gar nicht so, wir machen im Abschlusstraining vielleicht eine halbe Stunde mit den Spielern, die auch bei den Standardsituationen wichtig sind, aber dadurch wird dann nicht das Training gestört. Das sollte eigentlich jeder Verein machen. Im Endeffekt muss man sagen, irgendwann zieht die Defensive natürlich nach. Du kannst ja auch beides analysieren und irgendwann balanciert es sich eben auch aus. Du wirst durch Standardsituationenanalyse immer noch mehr Tore schießen können als du verhinderst, weil der aktive Part dominanter ist. Aber du kannst jetzt nicht sagen, wir schießen 30 Tore rein durch die Standardsituationen und fertig.

Kannst du als Analyst den Lesern und mir zum Abschluss noch einen Tipp geben, auf was man beim Fußballschauen achten sollte, was du auch vor dem Job nicht beachtet hast?

Ja, bei mir ist es sehr viel die Positionierung der Spieler. Ich habe selbst auch gespielt, aber man merkt eben, wenn man das Spiel eher aus einer analytischen Perspektive betrachtet, achtet man viel mehr auf die Bewegung ohne Ball. Wenn du ein Fußballspiel als Fan guckst, schaust du eigentlich immer auf den Ball. Hier ist es halt schon so, dass man mehr auf die Positionierung der ballfernen Spieler schaut.

Was ich interessant finde, worauf man mal achten kann, wenn man ein Spiel guckt: egal wer gegen wen spielt, ob das jetzt Bayern gegen Augsburg ist oder zwei Mannschaften, die qualitativ ähnlich sind. Letztlich reden wir im Profifußball darüber, dass jeder Spieler ein gewisses Grundniveau hat. Es ist ja nicht so, dass ein Spiel 20:0 ausgeht, weil die eine Mannschaft Hobbykicker sind. Jeder kann passen, schießen und laufen. Ich finde spannend, da versuche ich im Moment drauf zu achten, wie oder wann so ein Spiel kippt. Warum gewinnt Bayern dann ein Spiel. Es ist ja nicht so, dass Lewandowski die ganze Mannschaft ausdribbelt und dann den Ball rein schießt.

Die individuelle Überlegenheit kannst du oft nicht messen. Wo ist der Punkt, wegen dem dann eine Mannschaft gewinnt? Ist es, weil sie alles schneller macht? Weil sie taktisch besser stehen? Oder weil sie am Ende die Bälle rein machen, die der Gegner nicht macht? Meistens ist es tatsächlich so, dass die eine Mannschaft die Chancen besser nutzt. Oft ist es auch so, dass die eine Mannschaft einfach schneller spielt. Sie machen alles schneller. Das ist manchmal schwer zu erkennen, du kannst ja nicht messen ob die eine Mannschaft jetzt schnellere Pässe spielt oder den Ball schneller annimmt. Aber das ist oft ein Grund, eine Mannschaft lässt einfach viel schneller den Ball zirkulieren. Das finde ich interessant, vielleicht einfach mal darauf achten, wieso jetzt eine Mannschaft besser ist als die andere.

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Max

Altinordu Izmir – die Talentschmiede der Türkei

Die Türkei ist ein fußballverrücktes Land, das ist allgemein bekannt. Doch für ein Land mit ähnlich vielen Einwohnern wie Deutschland haben die Türken in diesem Jahrhundert auffällig wenige Talente produziert. Ein Zweitligist sagt diesem Zustand mit einem hochinteressanten Konzept den Kampf an und konnte schon Spieler wie Cengiz Ünder und Caglar Söyüncü hervorbringen: Altinordu Izmir. (Foto: IMAGO / Seskim Photo)

Im gleichen Jahr wie die Türkische Republik, 1923, wurde Altinordu Izmir durch eine Abspaltung vom heutigen Erstligisten Altay gegründet. Der Verein spielte bis 1970 zehn Jahre lang in der erstklassigen Süper Lig und ist der fünfterfolgreichste Club aus der Stadt an der Ägäis. Danach stürzte Altinordu bis in die Viertklassigkeit ab, seit 2014 ist man immerhin wieder zweitklassig. So weit so unspektakulär.

Doch seit Seyit Mehmet Özkan den Verein im Jahre 2012 als Präsident übernahm, ist er in der Türkei in aller Munde. Dieser hatte nämlich zuvor Bucaspor, ein weiterer Verein aus Izmir, zu einer Talentschmiede und einem Erstligisten geformt. Nach einem Konflikt in der Führungsetage verließ er Buca gemeinsam mit vielen Talenten und heuerte bei Altinordu an. Seitdem vollbringt man in Izmir Außergewöhnliches, wie mir Timur Temeltas, selbst von 2013 bis 2016 für Altinordu am Ball, bestätigte.

„Altinordu hat in der Jugendförderung Großes geleistet, in der Türkei und vor allem für die Türkei. Sie haben viele Top Talente wie Cengiz Ünder und Caglar Söyüncü herausgebracht, mit denen ich auch zusammengespielt habe.“ – Timur Temeltas

Während in der Süper Lig viele ausländische Spieler, teils schon weit über ihrem Zenit, am Ball sind, setzt Altinordu ausschließlich auf türkische Akteure. Viele davon stammen aus der eigenen Nachwuchsakademie. 2017 verkündete Özkan, so bis 2020 die Süper Lig und bis 2023 den europäischen Wettbewerb erreichen zu wollen. Dieses Ziel wurde zwar nicht erreicht, doch Ungeduld scheint in Izmir trotzdem nicht auszubrechen. So teilte der Präsident während der letztjährigen Play Offs um den Aufstieg bereits mit, der Club sei noch nicht bereit für einen Aufstieg.

„Ich glaube nicht, dass sie ausländische Spieler verpflichten werden. Weil es eine der wichtigsten Ideologien des Vereins ist kann ich mir nicht vorstellen, dass sie davon abweichen.“ – Timur Temeltas

Neben dieser Ideologie unterscheidet Altinordu von den anderen Vereinen der Türkei, dass sie „langfristig denken und viel Geld in die Jugendakademie investieren“, so Temeltas. Der Unterschied zu einem deutschen NLZ sei dabei gering, sagte der bei Alemannia Aachen ausgebildete Mittelfeldmann. Es wird großen Wert auf Schulbildung, soziales Verhalten und Disziplin gelegt.

Unsere Philosophie lautet „Diese Kinder sind unsere Zukunft.“, deswegen müssen wir sie gut erziehen. Wir wollen, dass sie gute Sportsmänner sind, aber auch gute Bürger, die ihrem Land dienen.“ – Hasip Ertürk, Akademieleiter

Eine weitere große Philosophie der Ausbildung lautet „Gute Einzelperson, guter Bürger, guter Fußballer“, genau in dieser Reihenfolge, darauf besteht Özkan. Das zeigt sich auch, wenn Kinder aus dem Nachwuchs Altinordus bei Heimspielen der Profis dem gegnerischen Team mit Gesängen ihren Respekt zollen.

Doch nicht nur die persönliche Entwicklung steht auf dem Plan, auch herausragende Spieler bringt der kleine Verein regelmäßig hervor. Die bereits genannten Söyüncü und Ünder, beide schon über 35-mal für das Nationalteam im Einsatz, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Auch Berke Özer von Fenerbahce Istanbul, Enis Destan, der sich erst im Winter zu Trabzonspor verabschiedete und unzählige andere Spieler im türkischen Fußball entstammen der Akademie des Athletic Bilbao der Türkei.

Auch in der Bundesliga dürfen wir bald wieder ein Talent aus den Rängen Altinordus bestaunen. Der im Winter für eine halbe Million Euro nach Bielefeld gewechselte Burak Ince feierte am vergangenen Wochenende gegen Mönchengladbach sein Kaderdebüt. Der 18-jährige beackert bevorzugt das zentrale Mittelfeld und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Auch deswegen verzichteten die Türken auf eine höhere Ablösesumme und bestanden auf eine Beteiligung an zukünftigen Transfers. Von einem ähnlichen Vorgehen profitierten sie bereits beim 20 Millionen Transfer von Caglar Söyüncüs von Freiburg nach Leicester.

„In Izmir gibt es viele Traditionsvereine wie Altay und Göztepe, die eindeutig die Platzhirsche in der Stadt sind. Allerdings verbindet man mit Altinordu nur Positives, nicht nur in Izmir, sondern in der ganzen Türkei. Jeder wünscht dem Verein das Beste, weil sie außergewöhnlich sind mit ihrer Jugendarbeit.“ – Timur Temeltas

Weit über die Grenzen der eigenen Stadt geschätzt, könnte das Vorbild Altinordus in den kommenden Jahren zu einem Umdenken im türkischen Fußball führen. Es ist diesem Verein zu wünschen, dass er die vom Präsidenten und Vordenker Özkan gesetzten Ziele erreichen kann. „Und wenn wir in die Süper Lig kommen, werden wir immer noch konkurrenzfähig sein. Wenn wir nach Europa kommen, werden unsere Kinder zeigen, dass türkische Spieler erfolgreich sein können.“

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