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Max

Nach Süle-Abgang: Wen holen die Bayern?

Am Mittwoch wurde bestätigt, was sich schon länger anbahnt (Kickfieber berichtete): Niklas Süle verlässt den FC Bayern München im Sommer ablösefrei. Laut Sportvorstand Oliver Kahn beschäftigt sich der Rekordmeister schon längst mit Alternativen für die vakante Position. Entsprechend kursieren schon seit geraumer Zeit diverse Namen durch die Gerüchteküche. Ich habe mich mit den relevantesten beschäftigt. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

Die Situation in der bayrischen Defensive ist schwer zu greifen. Mit den Weltmeistern Benjamin Pavard und Lucas Hernandez, Dayot Upamecano sowie dem wertvollsten linken Verteidiger im Weltfußball, Alphonso Davies, ist man durchaus namhaft besetzt. Trotzdem offenbarte die Verteidigung häufiger Schwächen. Durch den anstehenden Abgang von Süle, der es diese Saison auf 18 von 20 möglichen Ligaeinsätze bringt, rückt dieses Problem noch weiter in den Fokus.

Julian Nagelsmann lässt die Münchner aktuell meistens mit einer Dreierkette auflaufen, wobei Davies auf der linken Außenbahn stärker nach hinten arbeitet als Gnabry oder Coman auf rechts. Die rechte Position in der Innenverteidigung besetzt dabei Benjamin Pavard, der jedoch gemeinhin als Wackelkandidat zählt.

Dem ursprünglich als rechter Verteidiger verpflichteten Franzosen fehlt nämlich die offensive Power, die sich Nagelsmann von einem Schienenspieler erhofft. Auch auf seiner bevorzugten Position in der Dreierkette wusste er noch nicht nachhaltig zu überzeugen. Auf der Suche nach einem entsprechenden Ersatz für die Außenposition rückte jüngst wieder Sergiño Dest von FC Barcelona in den Fokus.

Damit hätten die Bayern mit Hernandez und Upamecano nur zwei gestandene Innenverteidiger im Kader. Der angesprochene Pavard sowie der aktuell an Hoffenheim verliehene Chris Richards sind Optionen für die rechte Seite der Dreierkette, der junge Tanguy Nianzou gilt als Versprechen für die Zukunft. Somit ist ein Neuzugang in der Innenverteidigung fest vorgesehen.

Die Optionen

Der Markt bietet aktuell eine ungewöhnlich hohe Anzahl an ablösefreien Topspielern und auch die Bayern sollen nach einigen ihre Fühler ausgestreckt haben.

Aus der Bundesliga kennt man Matthias Ginter (28) von Borussia Mönchengladbach. Mit 280 Bundesligaspielen weist der Nationalspieler einiges an Erfahrung vor, außerdem agierte er zuletzt oft auf der rechten Seite einer Dreierkette, wie sie auch in München praktiziert wird. Ginter ist ein zuverlässiger Verteidiger mit einem erstklassigen Spielaufbau, jedoch scheint seine Entwicklung mit 28 Jahren schon weitestgehend abgeschlossen zu sein.

Ebenfalls bei den Fohlen aktiv war die zweite Option, Andreas Christensen (25) vom FC Chelsea. Doch der Däne ist schon lange nicht mehr das ungeschliffene Talent von damals, heute blickt er auf über 50 Länderspiele und einen Champions League Titel zurück. Unter Thomas Tuchel konnte er sich endlich auch im Verein fest spielen und glänzt Woche für Woche mit seinem fantastischen Aufbauspiel sowie einer soliden Defensivleistung. Größtes Manko scheinen aktuell die exorbitanten Gehaltsforderungen des Defensivmanns zu sein, denen der FC Bayern wohl kaum entsprechen wird.

"Ich denke [Christensen] hat alle Voraussetzungen, um der beste Defensivspieler der Welt zu werden. Er liest das Spiel völlig einzigartig. Er ist fantastisch am Ball, schnell und athletisch." - Simon Kjaer

Mit beiden genannten Spielern steht Antonio Rüdiger (28) regelmäßig auf dem Platz. Der ehemalige Stuttgarter hat sich bei Chelsea zu einem der besten Verteidiger der Welt entwickelt und strebt nun einen letzten großen Transfer an. Als unangenehmer Gegenspieler bekannt, würde der Lautsprecher der Defensive des Rekordmeisters auch eine bisher fehlende Bissigkeit hinzufügen. Doch gleichzeitig vereint Rüdiger die Probleme der bisherigen Optionen: ein vergleichsweise hohes Alter und enorme Gehaltsforderungen.

Ebenfalls ablösefrei zu haben ist Denis Zakaria (25), auch er steht aktuell in Mönchengladbach unter Vertrag. Zakaria, dessen Paradeposition im defensiven Mittelfeld liegt, wäre wohl nur bei einem Abgang von Corentin Tolisso eine Option. Doch nachdem er unter Adi Hütter schon mehrfach im Zentrum einer Dreierkette ausgeholfen hat, sollte man ihn hier nicht unerwähnt lassen. Mit seiner Physis und Ballsicherheit ist der Schweizer für beinahe jede Mannschaft eine Bereicherung.

Matthijs de Ligt (22) von Juventus Turin ist der erste Spieler auf meiner Liste, für den eine Ablöse fällig wäre. Und diese dürfte nicht gering ausfallen, immerhin überwiesen die Italiener einst 85 Millionen Euro an Ajax Amsterdam. Der 1,90 Meter große Niederländer ist rein fußballerisch die hochwertigste Option, er ist technisch exzellent ausgebildet, ein herausragender Verteidiger und physisch stark. Trotz seines jungen Alters tat er sich bereits als Führungsspieler hervor und kann national wie international wertvolle Erfahrung vorweisen.

Gerüchten zufolge bereitet man sich in München aktuell auf einen großen Transfer vor, doch scheint der Fokus eher auf einem früher oder später nötigen Ersatz für Robert Lewandowski zu liegen. Über 60 Millionen für einen Verteidiger wirken vor diesem Hintergrund utopisch, vor allem mit Blick auf die deutlich günstigeren Optionen.

Zu guter Letzt habe ich den Senkechtstarter der aktuellen Bundesligasaison auf dem Zettel. Nico Schlotterbeck (22) vom SC Freiburg hat deutlich weniger Erfahrung als der gleichaltrige de Ligt vorzuweisen, doch hat der Linksfuß es bereits in den Kader von Hansi Flick geschafft. Unter Christian Streich überzeugte er diese Saison sowohl mit einem als auch mit zwei Nebenmännern in der Innenverteidigung auf ganzer Linie.

Mit seiner Größe und dem starken Aufbauspiel kann er der Verteidigung des Rekordmeisters einiges bieten und ist sowohl zentral als auch links einsetzbar. Durch seinen bis 2023 gültigen Vertrag wäre er wohl im Gesamtpaket der günstigste Spieler in diesem Artikel, auch wenn eine Ablöse fällig wird.

Ich wollte immer Bundesliga spielen, und das beim besten Verein." - Nico Schlotterbeck

Alle genannten Spieler haben ihre Vorteile und könnten den Bayern weiterhelfen. Meine persönliche Tendenz geht jedoch zu Nico Schlotterbeck. Er ist zwar der unerfahrenste dieser sechs Spieler, doch zeigt ein enormes Entwicklungspotenzial. Außerdem trägt der Transfer eines jungen, deutschen Nationalspielers zweifelsfrei die bayrische Handschrift.

Der kommunikativ starke Schlotterbeck kann so frühzeitig zum Anführer einer neuen Generation in München heranwachsen und auch in der nächsten Saison schon eine wichtige Rolle spielen. Mit seinem starken linken Fuß erhöht er darüber hinaus die taktischen Optionen der Bayern.

Auch wenn der ablösefreie Abgang von Niklas Süle schmerzt, über fehlende Optionen können sich die Münchner Bayern nicht beklagen. Und es ist zu erwarten, dass die Kaderplaner des Rekordmeisters Julian Nagelsmann auch nächstes Jahr ein Team zur Verfügung stellen, das in allen 3 Wettbewerben um den Titel spielen kann.

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Max

Hoffenheimer Neuzugang: Wer ist Justin Che?

Die TSG Hoffenheim verpflichtet den 18-jährige US-Amerikaner Justin Che. Der Verteidiger wechselt per Leihe bis Sommer 2023 vom FC Dallas in den Kraichgau, Hoffenheim besitzt außerdem eine Kaufoption. Doch was können Fans von dem Neuzugang erwarten? (Bild: Imago/ Icon SMI )

Der Fußball gewinnt in den USA immer mehr an Stellenwert, entsprechend kommen auch immer mehr Talente über den großen Teich in die europäischen Topligen. Justin Che schickt sich nun an, prominenten Vorgängern wie Christian Pulisic, Weston McKennie, Giovanni Reyna oder Tyler Adams zu folgen und sich in der Bundesliga zu etablieren.

Dabei blickt er schon auf einen Auslandsaufenthalt in Deutschland zurück. Während der Rückrunde der vergangenen Saison war Che für die Reserve des FC Bayern am Ball. Acht Einsätze in der 3. Liga stehen aus dieser Zeit zu Buche. In München noch in der Innenverteidigung eingesetzt, konnte sich Che nach der halbjährigen Leihe auf der rechten Seite der Verteidigung beim FC Dallas etablieren. Bei 15 Einsätzen konnte er dabei 3 Tore vorlegen.

Diese Leistungen bescherten ihm sogar eine Nominierung von Nationalcoach Greg Berhalter, bei beiden Testspielen saß er jedoch 90 Minuten auf der Bank. Doch auch die DFB-Auswahl ist für Justin Che eine Option. Durch seine in Deutschland aufgewachsene Mutter verfügt er über die Deutsche Staatsbürgerschaft. Bei seinem Leihwechsel nach München betonte er bereits, auch ein Auge auf Deutschland geworfen zu haben.

"Ich denke, wenn ich mich hier einige Zeit in Deutschland etabliere, könnte es die Tür zur deutschen Nationalmannschaft öffnen" - Justin Che

In seinen wenigen Profieinsätzen war bereits absehbar, auf was sich die Hoffenheimer freuen können. Che ist ein Verteidiger vom modernen Schlag, der den Ball auch mal tief in die gegnerische Hälfte treibt. Außerdem weiß er mit einem präzisen Passspiel, sowohl kurz als auch lang, zu beeindrucken. In der Major League Soccer zeigte er zudem, dass auch brandgefährliche Halbfeldflanken zu seinem Arsenal gehören. In der Defensivarbeit ist er solide, jedoch zuweilen etwas unvorsichtig. Doch diese Wackler sind einem gerade mal 18 Jahre alten Spieler durchaus zu verzeihen.

Wo wird Che in Hoffenheim spielen?

Auf den ersten Blick benötigt die TSG in der Innenverteidigung kein frisches Blut. Die von Trainer Hoeneß bevorzugte 3er Kette ist stark und, trotz Verletzungssorgen (Hübner, Bicakcic), mit genügend Spielern besetzt. Doch im Sommer stehen die Abgänge von Florian Grillitsch, der häufig die zentrale Rolle ausfüllt, und Leihspieler Chris Richards bevor. Ob die Langzeitverletzten Hübner und Bicakcic wieder zu ihrer alten Form finden steht ebenfalls in den Sternen.

Daher ist zu erwarten, dass Che in der Rückrunde langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden und von den etablierten Kräften lernen soll. Kommende Saison kann er dann ein fester Teil der Hoffenheimer Rotation werden. Dabei ist die Rolle auf der rechten Seite der 3er Kette prädestiniert für den auch offensiv starken US-Boy.

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Max

Gavi - Barcas neues Juwel aus La Masia

Am 29. August 2021 feierte Pablo Martín Páez Gavira – kurz Gavi – sein Profidebüt für den FC Barcelona. Nur sechs Wochen später, am 6. Oktober, stand er in der Startelf seines Nationalteams. Dabei wurde der zentrale Mittelfeldspieler zum jüngsten Akteur, der jemals für die spanische Nationalmannschaft auflief. Doch wer ist dieser Senkrechtstarter und was macht ihn so besonders? (Bild: Imago / Ricardo Larreina Amador)

Geboren wurde Gavi am 5. August 2004 in der kleinen andalusischen Stadt Los Palacios y Villafranca. Im nur wenige Kilometer entfernten Sevilla bereitete sich sein heutiger Teamkollege Dani Alves zu diesem Zeitpunkt auf seine zweite Saison als Stammspieler in der Primera División vor.

Schon früh war sein außerordentliches Talent erkennbar und so sicherte sich Real Betis aus dem nahen Sevilla schon im Alter von sieben Jahren seine Dienste. Mit 96 Toren in einer einzigen Saison weckt er früh das Interesse sämtlicher spanischer Spitzenclubs.

Nachdem er Betis zu einem 5:0 Sieg gegen die Jugendmannschaft des FC Barcelona führte hatten die Scouts der Katalanen genug gesehen. Der gerade mal elf Jahre alte Gavi wechselte in die berühmte Jugendakademie La Masia, die schon Spieler wie Messi, Iniesta oder Xavi hervorbrachte.

„Er war die Referenz in Barcelonas Akademie.“ – Nationaltrainer Luis Enrique

Die Jugendabteilungen durchlief der Mittelfeldspieler im Schnelldurchlauf. Schon mit 15 Jahren wurde er der U19 zugeteilt, mit 16 spielte er für die zweite Mannschaft in der dritten Liga.

Unter dem damalige Cheftrainer Ronald Koeman durfte er dann die Vorbereitung auf die aktuelle Saison bestreiten, noch vor seinem 17. Geburtstag. Danach ging es für den Teenager ganz schnell. Nachdem er die ersten beiden Saisonspiele noch von der Bank anschauen musste, folgte am dritten Spieltag das Debüt gegen den FC Getafe.

In Windeseile etablierte er sich daraufhin beim spanischen Giganten und so folgte nur 6 Wochen später die Nominierung durch Nationalcoach Luis Enrique. Mit nur 17 Jahren und 62 Tagen avancierte er zum jüngsten Debütanten für La Furia Roja. Viele Medien und Fans bezeichneten den Zeitpunkt als verfrüht, doch Enrique zeigte sich überzeugt vom Youngster.

„Vielleicht habe ich ihn früh berufen, aber das Alter spielt keine Rolle. Er ist mehr als bereit.“ – Luis Enrique

Er sollte Recht behalten. Gavi zeigte gegen das mit Weltklasse gespickte italienische Mittelfeld eine mehr als ansprechende Leistung und konnte so seinen Teil zum Finaleinzug beitragen. Champions League Sieger und Europameister Emerson gestand, den Mittelfeldmann vorher nicht gekannt zu haben. Nach der Partie zeigte er sich beeindruckt und attestierte Gavi ein „riesiges Potenzial“.

Was macht Gavi so besonders?

Wenig überraschend für einen zentralen Mittelfeldspieler aus La Masia: Gavi ist technisch exzellent ausgebildet. Bei der Ballbehandlung strahlt er genau die Eleganz aus, die Spieler wie Iniesta oder Xavi so besonders machten. Auch sein Passspiel ist außergewöhnlich gut, selten liegt die Genauigkeit unter 90%. Doch was ihn wirklich von anderen Spielern seines Alters abhebt, sind seine geistigen Fähigkeiten.

„Egal ob Raumgefühl, Stellungsspiel, Timing, Antizipation – er hat alles dabei, defensiv wie offensiv.“ – Connor Furlong, Sport1

In Sekundenbruchteilen trifft der junge Mann auf dem Feld Entscheidungen, sodass sie beinahe intuitiv wirken. Ebenfalls beeindruckend ist die Fähigkeit, mit schnellen Dribblings das Mittelfeld zu überbrücken – im modernen Umschaltspiel eine unterschätzte Gabe. Somit eignet er sich nicht nur für das klassische Ballbesitzspiel der Katalanen, sondern zeigt sich als wahrer Allrounder.

Zugegebenermaßen überrascht hat mich eine Seite seines Spiels, die wenig Aufmerksamkeit genießt: die Defensivarbeit. Trotz einer Körpergröße von nur 1,73 Meter wirft er sich furchtlos in Zweikämpfe. Im Spiel gegen die französische Auswahl schreckte er auch vor Riesen wie Tchouaméni oder Pogba nicht zurück und erwies sich als ekelhafter Gegenspieler – im besten Sinne des Wortes.

Außerdem gilt er schon seit der Jugend als Ehrgeizling, nach der Niederlage gegen Atletico Madrid wollte er nicht über seine Nominierung reden denn „gerade bin ich wütend, dass wir verloren haben“. Diese Seite von ihm erinnert an einen gewissen Joshua Kimmich, der sich durch seinen Ehrgeiz schon in jungen Jahren zum Führungsspieler entwickeln konnte.

Alles in Allem bringt Pablo Martín Páez Gavira alles mit, um gemeinsam mit Spielern wie Pedri oder Ansu Fati ein neues Zeitalter beim kriselnden FC Barcelona zu prägen. Sollte er an seinen wenigen Schwächen, wie seinem noch etwas hageren Körper und der bisher ausbleibenden Torgefahr, arbeiten, scheint es für diesen jungen Spieler kaum Grenzen zu geben. Denn wie Luis Enrique nach dem Spiel gegen Italien sagte: „Er ist nicht nur die Zukunft der Nationalmannschaft, glücklicherweise ist er auch die Gegenwart.“

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Max

Steven Gerrard und Liverpool - Rückblick auf eine Liebesgeschichte

„Schneide meine Venen auf und ich blute Liverpool rot. Ich liebe Liverpool mit einer brennenden Leidenschaft.“

Mit diesen Worten beschreibt Steven Gerrard zu Beginn seiner Autobiografie seine Beziehung zum Liverpool Football Club, für den er in 710 Pflichtspielen auf dem Rasen stand. An diesem Samstag wird er als Trainer von Aston Villa erstmals ein Spiel gegen seinen Herzensverein bestreiten. Grund genug, um einen Blick auf diese besondere Beziehung zu werfen. (Foto: IMAGO / Colorsport)

Steven Gerrard wurde am 30. Mai 1980 als Sohn eines glühenden Anhängers der Reds geboren. Schon in seiner Kindheit hatte er ständig einen Ball am Fuß und kickte bis zum Sonnenuntergang mit seinen Freunden, seinem Bruder Paul und seinem Cousin Jon-Paul auf den Betonplätzen und Straßen Liverpools. Im zarten Alter von acht Jahren wechselte der kleine Steven in die Jugendakademie seines Lieblingsvereins und alles sah nach einem geradlinigen Aufstieg aus.

Schicksalsschläge

Am 15. April 1989 kam es während des FA Cup Halbfinalspiels zwischen Liverpool und Nottingham Forrest im Hillsborough Stadion in Sheffield zu einer Massenpanik. Im überfüllten Block der Liverpool Anhänger verloren 97 Menschen ihr Leben. Das jüngste Opfer war der erst zehn Jahre alte Jon-Paul Gilhooley – Gerrards Cousin.

„Ein Freund der Familie nahm Jon-Paul mit. Sie fuhren an diesem Morgen aus Liverpool los, alle voller Aufregung, doch Jon-Paul kam nie zurück. Er kam nie von dem Spiel nach Hause. Diese Worte werden mich für immer verfolgen.“ Steven Gerrard

Dieses tragische Ereignis – heute bekannt als die Hillsborough Katastrophe - prägt Stadt und Verein bis zum heutigen Tage. Auch Gerrard, der seinem verstorbenen Cousin seine Biografie widmete, und darin bekannte: „Ich habe es noch nie zuvor jemanden wissen lassen, aber es ist wahr: Ich spiele für Jon Paul.

Als einen weiteren Antrieb für seine Weltkarriere bezeichnet Gerrard einen Unfall, den er im gleichen Jahr beim Spielen auf einem verlassenen Grundstück hatte. Eine rostige Grabgabel bohrte sich tief in seinen großen Zeh und es drohte die Amputation – das Ende seiner fußballerischen Ambitionen. Nur die Überzeugungskraft des Akademieleiters Steve Heighway („Nein, ihr werdet seinen Zeh nicht abnehmen!“) sowie das Geschick des Chirurgen konnten den Zeh und somit die noch junge Karriere retten.

„Ohne Fußball wäre mein Leben leer. Ich vergesse niemals diese Trostlosigkeit, von einem Ball getrennt gewesen zu sein.“ – Steven Gerrard

Zusammen mit seinem Freund Michael Owen, Europas Fußballer des Jahres 2001, durchlief Gerrard die Akademie der Reds. Im Alter von 18 Jahren bestritt Gerrard sein erstes Spiel in der Premier League gegen die Blackburn Rovers. Es sollte nicht lange dauern, bis sich der harte Zweikämpfer, der auch mit offensiven Aktionen zu brillieren wusste, einen Stammplatz im Mittelfeld seines Jugendclubs erarbeiten konnte.

„Kurz bevor ich mein Liverpool Debüt gab sagten sie [Jon-Pauls Eltern]: „Jon Paul wäre so stolz auf dich.“ Während dieses Spiels spürte ich, wie er auf mich herabsah, froh dass ich den Traum erfülle, den wir beide teilten.“ - Steven Gerrard

2003 übernahm der Englische Nationalspieler dann sogar die Kapitänsbinde seiner Reds. Ein Amt, das er erst bei seinem Abschied 2015 niederlegen sollte.

Abschiedsgedanken

Doch bereits lange davor, im Sommer 2004, stand Captain Fantastic - wie ihn seine Anhänger noch heute nennen - kurz vor einem Vereinswechsel. Liverpool beendete die Saison 2003/2004 30 Punkte hinter Meister Arsenal und Gerrard - zu diesem Zeitpunkt bereits in der Weltklasse angekommen - zweifelte an den Ambitionen seines Vereins. Vor allem das Interesse des neureichen Vizemeisters Chelsea und Trainer José Mourinho beschäftigte den Mittelfeldmann.

„Ich werde mit offenen Armen auf Steven warten.“ -José Mourinho

Der Familienrat der Gerrards tagte und schließlich kam es am 28. Juni zu einem Telefonat mit CEO Rick Parry, bei dem Gerrard verkündete: „Ich werde definitiv bleiben.“ Die Fans der Reds können bis heute dem Vater ihrer Legende dankbar sein, der damals ein Machtwort sprach: „Steven, du gehst nirgendwo hin. Ich will, dass du bleibst."

Doch die Wechselgedanken waren noch nicht verschwunden, schließlich erreichte Liverpool in der folgenden Saison nur den 5. Platz. Im Gegensatz zum immer noch interessierten Meister Chelsea war man damit nicht für die Champions League qualifiziert.

Eine Nacht in Istanbul sollte dies vorerst ändern: die Reds besiegten im Finale der Champions League die übermächtige AC Mailand und waren zum fünften Mal die Könige Europas. Noch im Stadion teilte Gerrard der Welt mit: „Ich unterschreibe bei Liverpool für vier oder fünf Jahre.“

Aber die Verhandlungen kamen ins Stocken und eskalierten in einer offiziellen Transferanfrage. In den Straßen Liverpools herrschte der Ausnahmezustand, vor Anfield brannte ein Trikot des Kapitäns. Gerrard - der in dieser Zeit nach eigener Aussage Paracetamol wie Smarties zu sich nahm – setzte sich erneut mit seiner Familie zusammen.

„Lauf nicht weg. Verlasse nicht den Club, den du liebst.“ – Paul Gerrard Sr.

In seinem Buch schildert Gerrard seine Gedankengänge zu dieser Zeit. Wie er sich fragte, ob er die Stadt und den Verein, die ihn formten, verlassen kann. Ob er gegen den Kop, die Heimat der treusten Fans, spielen kann. Ob er seine Familie enttäuschen kann. Die Antwort lautete nein und so unterzeichnete er einen langfristigen Vertrag – diesmal ohne Ausstiegsklausel.

„Als ich an diesem Freitag den Vertrag unterzeichnete, war es, als würde ich einen Liebesbrief unterschreiben. Ich war froh, dass mein kurzer Flirt mit Chelsea vorbei ist.“ – Steven Gerrard

Erst 2015 folgte dann der emotionale Abschied, Steven Gerrard verließ den Liverpool Football Club nach 710 Pflichtspielen als weit über die Grenzen der Merseyside geschätzte Vereinsikone. Für ein Jahr schloss er sich LA Galaxy in der Major League Soccer an, wo er im hohen Fußballeralter von 36 Jahren aus dem zentralen Mittelfeld im Schnitt eine Torbeteiligung alle 100 Minuten beisteuern konnte.

Nach seinem Karriereende 2016 startete Gerrard sofort seine Trainerkarriere – natürlich in der Akademie des FC Liverpool, die er einst selbst durchlief. Der Weg zum Cheftrainer der Reds schien dabei schon vorgezeichnet, als er das Trikot das erste Mal gegen den Anzug tauschte. Doch ein Mann stand ihm dabei im Weg: Jürgen Klopp, der selbst für eine Vereinslegende unantastbar war und ist.

Und so verließ Gerrard seinen Verein im Sommer 2018 zu den Glasgow Rangers, nachdem er die U19 in das Viertelfinale der UEFA Youth League führte. Torschützen im Viertelfinale gegen Manchester City: Curtis Jones und Lukas Nmecha.

Doch die Verbindung zu Liverpool blieb auch über die private Ebene hinaus bestehen, so kam es während seiner Amtszeit zu vier Leihen von Liverpool zu den Rangers; sicherlich kein Zufall. Als Trainer Gerrard in der vergangenen Saison ungeschlagen die Schottische Meisterschaft ins Ibrox Stadium holte und damit endgültig bewies, dass er mehr als nur einen großen Namen mitbringt, wurden auch Teams der Premier League aufmerksam.

Das erste Mal gegen Liverpool

Als Aston Villa sich im November von Trainer Dean Smith trennte, war das die Chance für Gerrard, sich auf höchstem Level zu beweisen. Und so musste er in Kauf nehmen, zum ersten Mal gegen seinen Herzensverein anzutreten, um seine eigene Karriere voranzutreiben. Bei seiner ersten Pressekonferenz in Birmingham wimmelte er eine Frage nach Liverpool förmlich ab, seine Konzentration gelte nur Aston Villa.

Doch bedeutet das, dass wir Steven Gerrard vielleicht niemals als Coach des FC Liverpool sehen werden? Davon ist Stand jetzt nicht auszugehen! Denn in seinen ersten Wochen als Premier League Coach konnte Gerrard bereits andeuten, der Aufgabe gewachsen zu sein. Sollte er dies auch zukünftig beweisen können, wird er bei einem Abschied von Klopp ganz oben auf der Liste der Liverpooler Bosse stehen.

Dass Gerrard ein Angebot seiner Reds ablehnen würde, das erscheint mir sehr unrealistisch. Denn um seine Liebe zu Liverpool zu erkennen braucht es keinen Schnitt in die Venen – es genügen hunderte Anekdoten, von denen ich nur einen Bruchteil in diesem Artikel unterbringen konnte.

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Max

Fredrik André Bjørkan – Herthas neuer Norweger

Kurz nach der Vorstellung des neuen Trainers Tayfun Korkut meldet die Berliner Hertha erneut Vollzug: Linksverteidiger Fredrik André Bjørkan kommt zum 01. Januar ablösefrei vom Norwegischen Meister FK Bodø/Glimt. In Berlin unterschreibt der 23-Jährige Nationalspieler einen Vertrag bis 2025 und soll die zuletzt schwache linke Seite beleben. (Bild: Imago/ Insidefoto)

In Bodø - einer Stadt mit nur 50.000 Einwohnern in Norwegens Norden – geboren, schaffte es Bjørkan bei seinem Heimatverein zum Profi. Nach dem Abstieg in seiner Debütsaison 15/16 ging es für Bjørkan und Bodø/Glimt steil bergauf. So konnte das Leicester vom Polarkreis, wie der Kicker titelte, in der vergangenen Saison sensationell die Meisterschaft in der Eliteserien erringen.

Auch dieses Jahr steht der Club zwei Spieltage vor Saisonende auf dem Platz an der Sonne, Bjørkan könnte also im Januar als zweifacher Meister in Berlin aufschlagen. In der Conference League weiß der für sein familiäres Umfeld bekannte Verein ebenfalls zu überzeugen, konnte neulich sogar die Roma mit 6:1 schlagen

Im Falle des Neu-Herthaners ist das oft zitierte familiäre Umfeld übrigens mehr als nur eine leere Phrase: Vater Aasmund war bereits als Spieler in Bodø aktiv und ist als ehemaliger Trainer und aktueller Sportdirektor einer der Väter des aktuellen Erfolgs. Auf einen neuen Vertrag konnte man sich familienintern nicht einigen, der Haussegen hängt deswegen trotzdem nicht schief.

„Nein, mein Vater denkt auch, dass es die richtige Entscheidung ist, da schon einige Norweger hier bei Hertha gespielt haben und der Club in unserem Land einen guten Ruf genießt.“ Fredrik André Bjørkan

Aus dieser Wohlfühloase im Fußballgeschäft kommt der Norweger nun nach Berlin – eine Millionenstadt – mit einem Verein, der in den letzten Jahren zusehends im Chaos versinkt. Keine leichte Umstellung, bei der sicherlich helfen wird, dass er die Deutsche Sprache immerhin aus der Schule kennt.

Hilfe hatte er dabei vom heutigen Wiesbadener Sascha Mockenhaupt, der ein halbes Jahr bei Bodø/Glimt aktiv war und sich an eine spezielle Bitte seines Trainers Aasmund Bjørkan erinnert: „Mein Sohn schreibt morgen eine Deutsch-Arbeit, kannst du ihm vielleicht noch mal helfen gleich?“

Ein moderner Verteidiger

Doch was können die Herthaner von ihrem Neuzugang erwarten? Bjørkan ist Teil einer bestens ausgebildeten Generation norwegischer Fußballer, die aktuell den europäischen Markt fluten. Neben Erling Haaland und Martin Ødegaard gehören dazu unter anderem auch Sander Berge von Sheffield United, Kristoffer Ajer vom FC Brentford sowie der Frankfurter Jens Petter Hauge, der ebenfalls aus Bodø stammt und dort ausgebildet wurde.

Diese erstklassige Ausbildung lässt sich in seinem Spiel sofort erkennen, ist er doch der klassische moderne Außenverteidiger. Mit seinem Tempo initiiert der 23-Jährige regelmäßig Angriffe. Dabei klebt er nicht stur an der Seitenlinie, sondern zieht auch regelmäßig ins Zentrum, um auf der Außenbahn Platz für seinen Vordermann zu schaffen. So sorgt er auch vor dem gegnerischen Tor regelmäßig für Gefahr, in 108 Erstligaspielen stehen 15 Assists und 5 Tore zu Buche.

Gegen den Ball glänzt Bjørkan vor allem in Pressingmomenten, die er auffällig gut antizipiert. Schwächen sind hingegen in der Deckungsarbeit zu erkennen, bei der er gelegentlich den Gegenspieler aus den Augen verliert. In Norwegen konnte er diese Fehler noch mit seinem Tempo ausgleichen, gegen die Comans und Diabys dieser Welt können solche Fehler jedoch fatal sein.

Seine größte Schwäche ist jedoch das Kopfballspiel, wie er selbst in seinem ersten Interview für seinen neuen Arbeitgeber eingestand.

Netz-Abgang wirft Fragen auf

Ein ablösefreier Transfer eines talentierten Spielers bietet eher selten Zündstoff, aus diesem lässt sich jedoch eine gewisse Brisanz ziehen. Im Sommer erst wechselte der hochveranlagte Linksverteidiger Luca Netz von Berlin nach Mönchengladbach – angeblich, weil ihm durch die Konkurrenz von Marvin Plattenhardt und Maximilian Mittelstädt keine klare Perspektive aufgezeigt werden konnte. Wenige Monate später wird jetzt also ein 5 Jahre älterer Spieler aus dem Ausland für die gleiche Position verpflichtet – das wirft Fragen auf.

Da der ehemalige Nationalspieler Plattenhardt seiner Topform schon seit geraumer Zeit hinterherläuft und der seit Jahren stagnierende Mittelstädt eher auf dem offensiven Flügel gebraucht wird, ist die Verpflichtung trotzdem nachvollziehbar und folgerichtig. Außerdem zeigt sich hier endlich die Handschrift von Fredi Bobic, der bei Transfers auf Fähigkeiten und Potenzial achtet, nicht auf Namen. Ein solches Vorgehen hat man im Olympiastadion in den vergangenen Jahren häufig vermisst.

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Max

Ralf Rangnick – der neue starke Mann bei Manchester United

Die Meldung traf die Fußballwelt am gestrigen Donnerstag völlig unvorbereitet: Ralf Rangnick wird neuer Trainer des englischen Fußballriesen Manchester United. Das englische Portal “The Athletic“ berichtete zuerst davon, mittlerweile soll Rangnick auch schon Glückwünsche entgegengenommen haben – der 63-Jährige unterschreibt bis Saisonende als Interimstrainer, erhält zusätzlich einen Anschlussvertrag über zwei Jahre als Berater. Ein seltenes Konzept, dessen Hintergründe es zu beleuchten gilt. (Foto: IMAGO / Eibner)

Zuerst lohnt es sich, einen Blick auf die Vergangenheit des gebürtigen Schwaben zu werfen. Als aktiver Fußballer kam der studierte Lehrer für Englisch und Sport nicht über die damals drittklassige Oberliga hinaus. In seiner Trainerlaufbahn sollte er schnell in andere Sphären vordringen.

Nach einigen Stationen im Amateurfußball landete er über Reutlingen beim Regionalligisten SSV Ulm. Diesen führte er innerhalb von zwei Jahren zur Herbstmeisterschaft der 2. Bundesliga. Dabei begeisterte er Fußballdeutschland mit Viererkette und Pressing – damals galt das als Innovation. Vor allem ein Auftritt im aktuellen Sportstudio brachten ihm den Spitznamen Fußballprofessor ein.

Es folgten Stationen in Stuttgart, Hannover und auf Schalke, bei denen er sich als einer der besten deutschen Trainer etablierte, ehe er die TSG Hoffenheim aus der Regionalliga direkt in die Bundesliga und dort furios zur Herbstmeisterschaft führte. Nach einer erneuten Tätigkeit beim FC Schalke 04, die er aus gesundheitlichen Gründen nach einem halben Jahr beendete, folgte ab 2012 eine langjährige Tätigkeit im Fußballkosmos von Red Bull.

Rangnick als Vordenker

Dort übernahm Rangnick als Sportdirektor zuerst die Geschicke beim Salzburger Ableger, wo er unter anderem den unbekannten Senegalesen Sadio Mané entscheidend förderte. Danach ging es nach Leipzig, wo der Fußballlehrer als Sportdirektor sowie zwei Jahre lang als Cheftrainer maßgebend am rapiden Aufstieg der Sachsen beteiligt war.

"Dank mir wurde Thomas Trainer. Er war mein Spieler beim FC Ulm und musste seine Karriere wegen Knieproblemen beenden. Ich habe ihm einen Trainerjob im U15-Team gegeben. Er wollte nicht einmal Trainer werden, er arbeitete in einer Bar in Stuttgart" – Ralf Rangnick über Thomas Tuchel

In dieser Zeit prägte er federführend die heute berüchtigte RB-DNA – einen blitzschnellen Umschaltfußball mit extremem Pressing. Diese Taktik gilt heute als eine der effektivsten im Weltfußball. Nicht umsonst stammen acht aktuelle Bundesligatrainer sowie Nationalcoach Flick aus dem RB Kosmos und viele andere Spitzentrainer wurden von Rangnick maßgebend beeinflusst.

Nach seinem Rückzug von RB im Jahre 2020 soll Rangnick ein Angebot des FC Chelsea mit dem Hinweis, er sei kein Interimstrainer, abgelehnt haben. Nun landet der Fußballprofessor aber mit einem kurzen Abstecher als Geschäftsführer von Lokomotive Moskau in ebendieser Rolle in Manchester. Warum?

Berater mit Entscheidungskompetenzen

Entscheidend dafür dürfte ein zweijähriger Anschlussvertrag als Berater mit Entscheidungskompetenzen sein – eigentlich ein Widerspruch in sich. Diese doch sehr vage Formulierung lässt vermuten, dass Rangnick zukünftig eine noch nicht näher definierte Rolle in der Führungsriege – eventuell als Head of Football – übernehmen wird.

Somit würde er ein dort seit Jahren herrschendes Vakuum an Fußballkompetenz füllen. Dazu passt der geplante Abgang von CEO Ed Woodward, einem Investmentbanker und Buchhalter.

„Ich glaube nicht, dass Ralf Rangnick Ed Woodward neben sich haben will und das wird er sicherlich auch genau so verbalisiert haben: dass er der Boss ist und nicht Ed Woodward.“ – Uli Hebel (Kommentator; Klick & Rush Podcast)

Somit schickt sich der einstige Ulmer an, in seiner zweiten Station in England – als Student war er ein Jahr beim unterklassigen FC Southwick aktiv – die Geschicke eines der wertvollsten Sportteams der Welt zu prägen. Über die genauen Pläne einer der größten Vordenker unseres Sports zu spekulieren möchte ich mir nicht anmaßen. Eines dürfte jedoch klar sein: ein akribischer Arbeiter wie Rangnick hat schon jetzt einen klaren Plan, wie er Mannschaft und Verein nach einer lange Durststrecke nach vorne bringen kann. Seine Vergangenheit lässt erwarten, dass er damit Erfolg haben wird.

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